BÜHNE

EIN MONOLOG FÜRS LEIDEN

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Die Zuverlässigkeit des Kalaschnikow-Sturmgewehrs ist legendär. Diese rührt jedoch nicht, wie häufig geäußert, von der Einfachheit des Aufbaus. Richtig ist, dass an der Waffe kein Teil überflüssig ist und einzelne Bauteile so ausgeklügelt konstruiert sind dass sie eine wichtige Funktionen übernehmen: das Töten.

Der schweizer Theatermacher, Autor, Regisseur, und Aktivist Milo Rau holte unter anderem die Verurteilung und Erschießung des Ehepaars Ceausescu (Die letzten Tage der Ceausescus), ein ruandisches Völkermord-Radio oder den norwegischen Rechtsterroristen Anders Behring Breivik auf die Bühne. 2015 versammelte Rau im kongolesischen Bürgerkriegsgebiet 60 Zeugen und Experten zu seinem „Kongo Tribunal“.

Wir Europäer haben keine so rechte Lust mehr auf Flüchtlinge, die sich auf die Suche nach einem besseren Leben machen, oder einfach nur ihr Leben schützen möchten. Die Türkei ist da ein guter Ansprechpartner und für viel EU-Geld werden die Menschen unter widrigen Umständen einfach zwischen oder eingelagert.

Sein neuestes Werk „Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs“ wurde am 08 März 2018 im Volx/Margareten Erstaufgeführt. Rau schrieb einen „Doppel“-Monolog auf der Grundlage von Interviews mit NGO-Mitarbeiter/innen, Geistlichen und Kriegsopfern in Afrika und Europa. Dem zugrunde liegt die Frage nach dem Mitleid: Wie erträgt man das Elend? Was macht das Elend so attraktiv?

„Zwei Frauen, die wissen, wie sich ein Maschinengewehr anhört. Die eine musste erleben, wie ihre Eltern damit erschossen wurden. Die andere war Entwicklungshelferin im Kongo bis zu einem mörderischen Überfall auf ein von NGOs verwaltetes Lager. Die eine stammt aus Zentralafrika und wurde in Europa adoptiert. Die andere bezeichnet sich als nordisch und wurde Schauspielerin am Stadttheater.“

In der Regie von Max-Reinhardt-Absolvent Alexandru Weinberger-Bara verkörpert Anja Herden recht brav beide Rollen, die mit schwarzer und die mit weißer Hautfarbe.

© Manfred Cobyn/SCHiCK Magazin

Alexandru Weinberger-Bara

Doch wie viel Monolog erträgt ein Publikum? In diesem Fall waren es 90 lange Minuten, die Anja Herden und Alexandru Weinberger-Bara ihrem Auditorium zumutete. Nach einer Stunde fragte Herden, ob es noch Fragen geben würde. Meine Sitznachbarin flüsterte in meine Richtung: „Wie lange dauert das Stück noch?“ Sonst gab es keine weiteren Fragen.

VOLX/MARGARETEN
Margaretenstraße 166
1050 Wien

Termine und Karten:
www.volkstheater.at/stueck/mitleid-die-geschichte-des-maschinengewehrs/

 

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