COBYN

„Schleich di“ und eine Leberkässemmel

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Als Chefreporter vom SCHiCK MAGAZIN bekomme ich pro Woche weit über zwanzig Einladungen, zu mehr oder weniger interessanten Veranstaltungen. Der eine möchte seinen Kalender an den Mann oder die Frau bringen, die andere hat Geburtstag, dort wird eine Premierenfeier zelebriert, und so weiter. Natürlich kann und möchte ich nicht bei jedem Event antanzen, ganz gleich, wie verlockend sich die Gratisausspeisungen in den Einladungen lesen.

Ewald „Sunny“ Pfleger präsentierte seine neue Solo-CD „Time Flies“, wir freuen uns über dein Kommen“, landete in meinem Postfach. Sunny ist Mitbegründer von Opus, jener Combo, die „Live is Life“ in den 80ern  intonierte, damit viel Geld scheffelten und zig Nummer Eins-Plätze rund um den Globus für sich verbuchen konnte. Ewald schrieb damals den Hit am Strand von Ibiza.

Ok, ich sagte zu, obwohl Austropop noch nie ganz oben auf meiner musikalischen Wunschliste stand. Geladen wurde ins „Local“ auf der Heiligenstädterstraße 31. Als ich ankam, traf ich gleich ein paar Kollegen, wie etwa Thomas Zeidler, langjähriger Musikredakteur, der nun für den neuen TV-Sender oe24 seine Erfahrung und sein Gesicht zur Verfügung stellen darf.

Kristian Bissuti, Professor, Fotograf und Kurier-Urgestein, erzählte von längst vergangen Zeiten, er hat  viele Berühmtheiten getroffen und fotografiert, wie die Beatles, Jean-Paul Belmondo, Prinz Charles, Papst Johannes Paul II., Jassir Arafat oder Oskar Werner. Zu jedem Star fällt ihm eine Anekdote ein, ich könnte ihm stundenlang lauschen.

Schauspieler Thomas Stipsits, bekennender Pfleger-Fan, ist auch Darsteller im aktuellen Vierteiler „Pregau“. Doch er bejubelte lieber Sunny`s Auftritt, als sich den zweiten Teil der Fernsehsaga, die zeitgleich im ORF lief, reinzuziehen. „Habe schon alle vier Teile gesehen“.

Thomas Stipsits, Manfred Cobyn, Ewald Pfleger

Peter Rapp, dessen Auftritt als halblustigen Witzeerzähler und Sänger ich mal vor Jahren, irgendwo in der Provinz, fotografieren sollte, warf mich damals mit den Worten „Die Bühne gehört nur mir, lieber Freund“ von derselben. Er ist langjähriger Opus-Fan, auch politisch interessiert und startete sogleich eine Diskussion. Ab einem gewissen Alter werden Menschen merkwürdig, sie lassen keine andere Meinung zu als die ihre. Rapp warf mich zwar vor Jahren von der Bühne, doch seine politischen Ansichten teilte ich nicht.

 

Musiker Hans Theessink wurde von seiner Göttergattin Milica begleitet, er startet gerade eine kleine Tournee und macht am 25. Oktober 2016 im Wiener Orpheum halt.

Hans Theessink, Milica

Rudi Dolezal, einst Videopionier und Musikproduzent,  – mit seinem Partner Hannes Rossacher hat er nicht nur Queen, The Rolling Stones, David Bowie, Miles Davis, Michael Jackson, Bon Jovi oder Falco ins rechte Filmlicht gesetzt –  vergaß komplett Anstand und Würde im „Local“. „Schleich di“, fluchte er in Richtung einer Dame, die es gewagt hat, sich über seine Zigarettenqualmerei im Lokal zu beschweren. Die Luft war stickig und abgestanden genug, Rauchen verboten, doch dem lieben Rudi war das schnurzegal.  Auch mit ihm hatte ich schon beruflich zu tun, meine Fotos haben ihm so gut gefallen, dass er immer auch gleich die Negative eingeheimst, doch meinen Namen und mein Honorar „vergessen“ hat. „Alles nicht seine Schuld.“.

Dann traf ich noch Boris Bukowski, heuer wurde er 70 Jahre, er sieht aber locker aus wie 63. Der ewig Lächelnde arbeitet an einer neuen CD, die er nächstes Jahr auf den Musikmarkt werfen möchte. Doch, so sagt er, ist dieses Unterfangen schwierig, da Ö3 nicht gewillt ist, seine Songs über den Äther zu jagen, ohne Radio kein Erfolg. Nun lächelt er nicht mehr. Auch bei der Politik sieht er Handlungsbedarf, „diese kümmere sich viel zu wenig um die österreichische Popkultur!“. Ob er nun daran denkt, per Magistratsbescheid alle mündigen Bürger zu verpflichten, mindestens zwei Austropop-Tonträger im Quartal zu erwerben? Ja, wie immer die alte Geschichte, die Schuld liegt (schon wieder) bei anderen. Die Musikbranche ist einfach kein Mädcheninternat.

Paul Pfleger

Ob sich Sunny Pflegers CD gut verkauft, ich weiß es nicht, aber dass er musikalisch zu den Großen des Landes gehört, hat er wieder einmal bewiesen. Mit seiner Band plus Sohnemann Paul am Keyboard und Monika Ballwein als Sängerin, spielte er live und grandios einige Songs aus seinem neuen Album „Time Flies“.

Am Ende hatte ich dann doch noch Zeit, einen Blick auf das Buffet zu werfen, eine Mini-Leberkässemmel konnte ich noch ergattern, es war die letzte. Nach der Mahlzeit packte ich meinen Notizblock und meine Kamera ein und ging satt und zufrieden nach Hause.

Album „Time Flies“ seit 23. September 2016 im Handel

www.opus.at
www.facebook.com/Opus


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