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SCHiCK im INTERVIEW mit NATHAN TRENT

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Der talentierte Mister Songcontest: Die Sonne geht auf wenn man NATHAN TRENT trifft. Egal ob beruflich oder privat. Er ist ein „SUNNYBOY“ durch und durch. Ein Multi(kulti)talent, der immer höchst authentisch bleibt. Sein Geheimrezept? HUMOR, TALENT & LEBENSFREUDE! 

SCHICK traf den heimischen Vertreter des heurigen ESC SONGCONTESTS im THEATER IN DER JOSEFSTADT zum Interview. Nach einer herzlichen Begrüßung und zwei Tassen Steh-Kaffee in der hauseigenen Kantine entschieden wir uns für eine Bühnenloge. Rauch schadet nur der Stimme. Wir betraten also ehrfürchtig, wie einst, den Bühnenraum des wunderschönen JOSEFSTADTTHEATERS. Dort, wo einige Jahre zuvor NATHAN TRENT alias Nathanaele „Nash“ Koll in „FILUMENA MARTURANO-Hochzeit auf Italienisch“ den Sohn von SANDRA CERVIK mimte. Wo eigentlich, strenggenommen, alles begonnen hat. Zu dieser Zeit studierte Nathan Trent noch am MUK, der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, Studienfach Musikalisches Unterhaltungstheater. Was viele vielleicht nicht wissen: Nathan war gewissermaßen schon als Kind ein kleiner Star. Aus einer musikalischen Familie stammend (der Vater, REINHARD KOLL ist ebenfalls Musiker), stand Nathan schon in frühen Jahren auf diversen Bühnen. 2003 nahm er beim KIDDY CONTEST teil. Im Jahr 2011 erreichte er als Mitglied der Gruppe „BOYZ  II HOT“ bei der zweiten Staffel der deutschen Gesangs-Castingshow „X FACTOR“ den elften Platz. Als Sohn einer italienischen Mutter und eines österreichischen Vaters, wuchs dieser immer gut gelaunte Blondschopf zweisprachig auf. Heute spricht er fünf Sprachen perfekt. Ein Multitalent der alten Schule, als man noch singen, tanzen UND schau-spielen konnte. Eitelkeit kennt dieser Vollblutkünstler dennoch nicht. Ein Mann, der sich das Kindliche erhalten hat. Stets höflich und bescheiden. Mittlerweile ist auch sein Songcontest Lied „RUNNING ON AIR“. Ein Wohlfühlsong mit Qualität. Ein Text, der maßgeschneidert ist auf ihn. Hat er doch selbst diesen Song geschrieben und arrangiert. Wer also mehr über diesen gewinnenden jungen Künstler und seine Zukunftspläne erfahren möchte, sollte unbedingt hier weiterlesen.

© Philine Hofmann

SCHiCK: Lieber Nathan, (lieber Nash), vielen herzlichen Dank, dass du dir in all deiner gerade doch sehr arbeitsintensiven Phase die Zeit nimmst und uns ein Interview gibst. Ich habe mich für dieses Haus entschieden, da wir uns ja hier vor einigen Jahren bei der Produktion von „FILUMENA MARTURANO-Hochzeit auf Italienisch“ kennengelernt haben und wahnsinnig viel Spaß hatten. Was auch gleich meine nächste Frage aufwirft: Vermisst du die Josefstadt?
NATHAN:
Ja, es geht mir schon ab. Du weißt ja, das war sozusagen die erste außerordentliche Sache, die ich damals neben dem Studium machen durfte. Da war ich noch im ersten Jahr und es ging bis über das zweite Jahr hinaus. Das war die beste Zeit. Es war zwar nur eine sehr kleine Rolle, aber es war dennoch einfach schön, das Theater (er)leben zu dürfen. Und natürlich waren auch die Leute großartig. Es war eine ganz tolle Zeit wo ich auch sehr viel gelernt habe, alleine schon durch das Zuschauen. Ich habe ja bis vor kurzem immer noch Theater gemacht, nur konzentriere ich mich natürlich im Moment auf den Songcontest, das hat gerade absolute Priorität.

SCHiCK: Aber du möchtest die Schauspielerei jetzt nicht ganz hinten weglassen?
NATHAN:
Genau, denn meiner Meinung nach gehört ja auch alles zusammen. Aus diesem Grund habe ich auch Musical studiert. Auch wenn ich jetzt nicht nur spezifisch dieses Genre bedienen möchte, habe ich doch dieses Studium gewählt, weil ich alles lernen wollte. Weil ich als „Singer Songwriter“ bzw. als „Recording Artist“ auf alles vorbereitet sein wollte. Heißt, ich wollte tanzen können, ich wollte schauspielen können, weil das musst du ja auch. Zum Beispiel für Musikvideos oder für die Tours. Das war im Grunde genommen immer mein Ziel. Das hatte ich immer im Hintergedanken. Auch reines Sprechtheater hat mich natürlich interessiert, habe ich aber bislang nur hier (Theater in der Josefstadt) gemacht.

© Philine Hofmann

SCHiCK: Gibt es irgendein Erlebnis aus deiner Kindheit, welches dich sehr geprägt hat?
NATHAN:
Eigentlich alles, was im Theater war. Ich bin ja quasi am Theater groß geworden, mein Papa spielt ja im Orchester, meine Mutter war auch immer für alles, was mit Kultur zu tun hat. Ich wurde da sehr vertraut gemacht mit der Materie…

SCHiCK: Hineingequetscht?
NATHAN
: Nein, eben nicht gequetscht. Das ist, was viele glauben, dass mich meine Eltern da hineingedrängt haben, doch sie wollten mir nur alles ermöglichen! Das war schon eine Riesenunterstützung die ich da hatte.

SCHiCK: Aber somit war eigentlich dein musikalischer Weg vorgegeben!?
NATHAN:
Ja, ich habe mir auch eigentlich nie etwas Anderes vorgestellt. Wobei, ich hätte schon einen Plan B gehabt, das wäre „International Relations“ gewesen. Also als Übersetzer zu arbeiten, weil ich einfach Sprachen sehr gerne mag.

SCHiCK: Wie viele Sprachen sprichst du jetzt?
NATHAN:
Ich spreche fünf, wobei Französisch im Moment sehr nach hinten gefallen ist. Ich werde aber wieder mehr „Conversation Francais“ nehmen, damit ich wieder ein bisschen mehr in den Fluss komme, weil gerade für die Eurovision ist Französisch natürlich sehr wichtig.

SCHiCK: Das heißt: Deutsch, Italienisch, Spanisch, Englisch, Französisch.
NATHAN:
Ja, im Grunde die romanischen Sprachen…und die Germanische! (lacht)

SCHiCK: Welches Wort fällt dir zum Beispiel im Italienischen oder Englischen schneller ein als auf Deutsch?
NATHAN:
Viele! Aber ich muss sagen, wenn ich mich aufrege ist es instinktiv Italienisch.

SCHiCK: Italienisch ist ja eine sehr schnelle Sprache. Denkst du da dann auch schneller als im Deutschen?
NATHAN:
Ja….im Grunde schon. (lacht) Italienisch war ja auch meine erste Sprache, bzw. meine ersten Worte waren auf Italienisch. Ich habe eigentlich erst danach Deutsch gelernt. Das war auch weil meistens meine ganze Familie da war, ich war quasi belagert (lacht). Und so habe ich im Grunde den ganzen Tag Italienisch gehört. Mein Papa hat ja auch mit meiner Familie Italienisch gesprochen, so wurde eigentlich viel mehr Italienisch als Deutsch bei uns zu Hause gesprochen. Deutsch war eigentlich nur der Papa und später der Kindergarten und die Schule. Somit war dieser Einfluss eigentlich riesig. Ich habe aber ganz viele Anglizismen in meiner Sprache (lacht).

SCHiCK: Really?
NATHAN:
Yes, for sure! (es folgen ein paar sinnige und unsinnige Anglizismen). (Gelächter)

SCHiCK: Sag, wann hast du eigentlich zum ersten Mal so richtig den Songcontest wahrgenommen?
NATHAN
: Seit 2010. Da hab´ ich besonders Lena Meyer-Landrut wahrgenommen. Ich glaube, da waren damals alle im deutschsprachigen Raum total gehypt von ihr. Weil sie so jung war, so frisch und so frech und lieb. Und auch ein bisschen weg vom Schlager, komplett neu kann man sagen. Damals bin ich da ein bisschen reingerutscht und seitdem habe ich den Songcontest wirklich jedes Jahr geschaut. Ich hätte mir aber nie auch nur im Traum vorstellen können, da jemals selbst dabei zu sein.

© Philine Hofmann

SCHiCK: Wie war das, als du es erfahren hast? Was ist da in dir vorgegangen?
NATHAN:
Naja, als ich damals in die Auswahl gekommen bin, hab´ ich so hart dafür gearbeitet, Tag und Nacht. Wirklich, das kann man sich kaum vorstellen. Ich habe fünf Songs geschrieben, ich habe recherchiert, studiert: wie klingen die Songs, wie will ich, dass mein eigener Song klingt, was ist die Message. Ich habe wirklich viele Songs geschrieben und der Song, der es dann geworden ist, ist in Los Angeles entstanden. Das war somit auch meine erste „Co-Relation“ die ich hatte. Sonst habe ich die Songs ja immer selbst geschrieben und arrangiert. Das war ein komplett neues Erlebnis für mich. Und war erfrischend insofern, weil du so viel dazulernen kannst. Du musst als Künstler auch mal annehmen. Es gibt da kein Richtig oder Falsch, es gibt nur ein Gespür dafür. Aber um auf deine Frage zurückzukommen: es war so ein „Oh mein Gott, endlich!“-Gefühl. Die erste Realisierung war: „Endlich habe ich eine Nachricht nach all der harten Arbeit“. Die letzten zwei Wochen wurden damals nur nach hinten geschoben und das ganze quasi parallel, weil ich ja auch für Deutschland angetreten bin. Da war ich in der engsten Auswahl. Es war einfach eine riesengroße Erleichterung für mich.

SCHiCK: Was hättest du denn gemacht, wenn du für Deutschland genommen worden wärst?
NATHAN
: Das war ja das großartige! Beide Länder waren da irrsinnig cool und verständnisvoll. Ich habe beide Chancen wahrgenommen, war für beide Länder frei. Dann haben mich schließlich die Österreicher genommen und Deutschland hat mir gratuliert und meinte: „großartig, wir freuen uns für dich!“ Das ist wirklich alles sehr, sehr freundschaftlich abgelaufen. Was man sich als Künstler eigentlich nur erträumen kann.

SCHiCK: Ich glaub ja, dass die Österreicher viel mehr auf die Deutschen schimpfen, als die Deutschen auf die Österreicher. Dass die Deutschen oft viel loyaler zu uns sind, als wir eigentlich denken.
NATHAN:
Das kann ich nicht beurteilen, meine Erfahrung war einfach, dass von Seiten der Deutschen alles richtig professionell, fair und großzügig war. Das ist die Erfahrung, die ich mit Deutschland hatte, aber auch mit Österreich. Das waren beide Länder sehr offen, das hätte ich mir nie gedacht. Es ist aber auch untypisch, dass man bei beiden Ländern Interesse erweckt und in die enge Auswahl kommt.

SCHiCK: Wenn man halt so talentiert ist…
NATHAN
: Naja, äh, danke, aber das heißt oft nichts! Und ich wurde ja von meiner besten Freundin angemeldet in Deutschland, ich wusste erst gar nichts davon.

SCHiCK: Wie jetzt?
NATHAN:
Ja, ich wurde angemeldet! Dann habe ich irgendwann eine Mail bekommen: „sie sind einer von 33 Kandidaten!“ und ich so: „1ߧ$%#?“ Da dachte ich, dass kann nur sie gewesen sein. Dann hat sich das alles so ergeben und Österreich meinte: wir nehmen dich! Und ich hatte ja wirklich prominente Konkurrenz!

SCHiCK: Umso schöner, oder?
NATHAN
: Ja, sehr!

SCHiCK: Wo fühlst du dich denn eigentlich zu Hause? Du bist viel unterwegs, die letzte Zeit viel in LA, dann bist du ja aus Innsbruck, wohnst in Wien. Wo fühlst du dich am meisten zu Hause?
NATHAN
: Überall wo ich mich wohl fühle! Überall wo Leute sind, die mich gerne haben.

SCHiCK: Also auch hier neben mir?
NATHAN: Ja, auf jeden Fall. Aber bei meiner Familie natürlich. In Italien zum Beispiel, das ist mein persönliches zu Hause, da hab´ ich praktisch meine Kindheit verbracht. Zwar bin ich in Innsbruck groß geworden aber ich war andauernd in Italien. Es ist ein generelles „immer wieder nach Hause kommen“. Ich habe jetzt hier in Wien mein kleines, privates zu Hause aufgebaut, aber im Grunde überall wo Leute sind, die mich liebhaben und die ich lieb habe.

SCHiCK: Wenn du als Tier wiedergeboren werden würdest, welches wärst du?
NATHAN
: (überlegt lange)

SCHiCK: Lass dir ruhig Zeit….ich find das schön, beim Transkribieren ne 10 Minuten Gedankenpause zu haben (allgemeines Gelächter)
NATHAN
: Das ist eine wirklich gute Frage! Es gäbe da ein paar Phasen bzw. Situationen, wo ich jeweils ein anderes Tier wäre. Darf ich auch die „Top 5“ nennen?

SCHiCK: Machen wir die „Top 3“, ok?
NATHAN
: Ok, also ein Faultier mal auf jeden Fall! Zumindest in manchen Situationen. Das ist für mich das gechillteste Tier auf der Welt. Dann ein Löwe und dann auch etwas Schnelles! Oder besser noch, etwas Hohes, ich will ja hoch hinaus, eine Giraffe!? Mit viel Überblick über die Situation. Nein, aber das ist eigentlich falsch. Besser noch ein Adler!

SCHiCK: Was wären jetzt noch die zwei anderen gewesen, wenn wir schon bei den „Top 5“ sind?
NATHAN:
Das andere wäre noch ein Hund, weil dieser loyal und treu ist und alles positiv sieht und auch total empathisch ist. Das letzte wäre noch ein Frettchen. Ja, das ist lustig und spritzig.

SCHiCK: Gar kein Flamingo dabei? (Anmerkung der Redaktion: Nathan und ich hatten während der Filumena Produktion eine Art Lieblingstier, welches aus einem etwas politisch unkorrekten Witz entstanden ist!)
NATHAN: Das dürfen wir jetzt aber hier nicht bringen. Leider. (lacht)

SCHiCK: Wenn du eine Stadt wärst, welche wärest du?
NATHAN:
Venedig! Weil es unterschiedlich ist in den Saisonen und am Meer liegt! Und wegen des Karnevals! Das ist gerade so eine coole Frage, oh mein Gott! Weil du dort Orte findest wo irrsinnig viel Masse ist, aber auch Orte wo du komplett allein sein kannst. Es hat diesen nostalgischen „Vibe“, der trotzdem perfekt zur Gegenwart passt und inspirierend ist. Ja, bei Venedig passt alles perfekt!

SCHiCK: Wow, Venedig passt wirklich perfekt zu dir, obwohl ich ja erst an LA bei dir dachte.
NATHAN
: Früher dachte ich, es sei New York und ja, LA passt auch. Das sind somit wieder meine „Top 3“. In LA habe ich länger gelebt, länger als ich irgendwo auf Urlaub war. Los Angeles ist eine super Stadt, aber man muss auch bereit sein dafür. Man muss, ganz ehrlich, auch finanziell die Möglichkeit dort haben.

SCHiCK: Gesetzt den Fall, du hättest die finanziellen Mittel um in LA ein gutes Leben zu führen, glaubst du nicht, dass dir auf Dauer- als Europäer- die Kultur fehlen würde? Meinst du nicht, dass die Menschen oft zu oberflächlich drüben sind oder ist das auch nur ein Klischee?
NATHAN
: Ich glaube das ist ein Klischee! Es sind ja auch sehr viele Europäer in LA, oft in dritter, vierter oder fünfter Generation. Aber das wahnsinnig coole drüben ist diese Offenheit. Dort ist prinzipiell erstmal alles möglich. Es ist immer zuerst ein „Ja“ statt ein „da muss ich erst mal überlegen“. Ein „Sure, why not“. Was meiner Meinung nach aber auch die Leute dort ausmacht ist das Wetter. Das siehst du überall. Die Mentalität ist wetterabhängig, ist landschaftsabhängig. Weil du dort Meer hast, aber auch die Berge, es ist eigentlich ideal.

SCHiCK: Wie in Italien!
NATHAN:
Ganz genau! Aber auch Österreich ist ja extrem cool. Österreich hat auch die Berge und die Seen. In Innsbruck zum Beispiel: zwischen den Bergen zu wohnen und oben dann die totale Weitsicht zu haben. Super Mischung eigentlich.

SCHiCK: Bist du deshalb so ein offener, lebensfroher Mensch?
NATHAN
: Trying to be!

SCHiCK: Glaubst du an Wunder?
NATHAN
: Ja! Absolut!

SCHiCK: Welche Hoffnungen hast du, und welche hast du aufgegeben?
NATHAN:
Ich gebe prinzipiell keine Hoffnung auf! Versuche ich zumindest. Meine Einstellung ist: ich gebe mich mit nichts zufrieden. Sobald ich merke, mir wird etwas egal oder ich werde gezwungen mich mit einer Sache zufrieden zu geben, kann ich nicht mehr dafür brennen. Und so versuche ich mir die Sachen auszusuchen für die ich brenne, denn nur die kann ich wirklich gut machen. Die anderen, die ich halt erledigen muss, erledige oder ignoriere ich. (lacht) Kennste ignorieren? Nein, ohne Scherz, ich gebe keine Hoffnung auf, weil auch gerade diese Songcontest Sache hat mir ja gezeigt, egal was du dir vornimmst: es ist alles möglich!

SCHiCK: Du musst natürlich auch hart dafür arbeiten!
NATHAN
: Sowieso! Ohne Fleiß kein Preis! Aber das, was ich mache empfinde ich auch nicht als Arbeit. Es ist für mich ein verschmelzen mit der Materie. Deswegen lebe ich das! Für mich ist Arbeit u.a. zur Post zu gehen und einen Erlagschein einzuzahlen. Steuererklärung machen, das ist Arbeit!

© Philine Hofmann

SCHiCK: Uh, schnell weg von diesem Thema! Wenn du das Wort „Erfolg“ hörst, was kommt dir da so in den Sinn?
NATHAN:
Wenn ich selbst glücklich bin mit dem, was ich erreicht habe. Wenn ich mir etwas vorgenommen hab und es erreiche. Das ist für mich Erfolg! Jetzt einmal weg von finanziellen oder materiellen Dingen. UND: wenn ich es teilen kann mit meinen Leuten! Weil, wenn man Erfolg alleine hat, ist es NUR Erfolg, aber wenn du ihn mit anderen teilen kannst, dann kannst du ihn erleben. Und wenn du Leute hast, die sich für dich freuen, dieses schöne Gefühl mit dir teilen, mit dir mitfiebern, dann bekommst du Gänsehaut. Da denkst du dir „Wow, du hast Leute, die für dich da sind und sich einfach nur freuen für dich!“ Zu sagen, ich bin über meine Grenzen gegangen, ich habe alles von mir reingetan und meine es gut, ohne jegliche Negativität. Deswegen fällt es mir auch so leicht, mich für andere Leute zu freuen. Das ist dieser schöne positive Austausch, das ist für mich Erfolg! Denn wenn du Erfolg auf Negativität, auf Kompetition aufbaust, ist es für mich kein Erfolg mehr. Es ist dann auch nicht mehr authentisch. Es ist ganz generell nicht authentisch, wenn du andere Leute niedermachen musst, um dich selbst besser darzustellen. Besser durch harte Arbeit. Da arbeite ich lieber fünfmal mehr und erreiche es fair, als dass ich andere in ein schlechtes Licht rücken muss, weil ich es nicht besser kann. Das ist nicht meine Mentalität. Das wurde mir auch von Seiten meiner Familie nicht weitergegeben.

 

SCHiCK: Meine letzte Frage für heute…
NATHAN
: Oh mein Gott, schon? Es macht gerade so Spaß!

SCHiCK: Hast du Lampenfieber wenn du an den Songcontest denkst und wenn ja, wie gehst du damit um?
NATHAN:
Ich kaufe mir Windeln! (lacht) Nein, es ist im Grunde nicht beschreibbar, denn es sind ja schon allein mindestens 11.000 bis 12.000 Leute im Stadium und dann schauen ja auch noch 60 bis 200 Millionen Leute zu! Das ist zwei Mal der Superbowl! Stell dir das vor! Oh, mein Gott! Deswegen, wenn ich es nur für mich mache würde, wäre es vielleicht gar nicht so schlimm, aber ich vertrete ja ein Land! Mein Land!

SCHiCK: Ich bekomme ja schon allein bei dem Gedanken Panik!
NATHAN
: Ich muss da sagen, ich war ja letztens auch bei der Millionenshow, alleine da war es schon eine große Verantwortung, mich nicht zu blamieren.

SCHiCK: Wobei du dort zusammen mit anderen bekannten Künstlern warst. Beim Songcontest steht du ganz alleine da!
NATHAN
: Ja, da stehe ich alleine für mein Land. Und ich hoffe einfach, dass ich das Land so gut wie möglich präsentieren kann.

SCHiCK: Aber wie gehst du mit dieser Nervosität um?
NATHAN
: Ich glaube das kommt erst, wenn ich dort vor Ort sein werde. Da werden Sachen schiefgehen, da werden bei den Proben Dinge nicht funktionieren und ja, da werde ich dann nervös werden. ABER: ich habe es ja auch studiert. Ich weiß daher wie ich mich in gewissen Situationen zu verhalten habe.

SCHiCK: Und wenn zum Beispiel die Stimme angekratzt ist?
NATHAN
: Dann ist die Stimme angekratzt und ich werde das Beste daraus machen. Einfach das verwenden, was man hat.

SCHiCK: Gibt es irgendwas, was du für Geld nicht machen würdest?
NATHAN
: Ja, mich komplett nackt ausziehen. Das pack ich nicht, das brauche ich auch nicht.

SCHiCK: Wenn es jetzt aber künstlerisch verlangt wäre, zum Beispiel in einem Arthaus Film?
NATHAN
: Nein! Und nicht, weil ich schüchtern bin! Ich denke nur, es muss nicht sein. Da spielt auch sehr viel meine Erziehung mit hinein. Ich habe kein Problem damit, Haut herzuzeigen, aber komplett nackt ist für mich selber nichts. Da fühle ich mich dann „zu exposed!“ Manche Leute sehen das als Kunst, und das verstehe ich auch, aber das wäre einfach meine persönliche Grenze. Sonst gibt es eigentlich nichts, was ich nicht machen würde. Ich bin mir eigentlich für nichts zu blöd! (lacht)

SCHiCK: Allerletzte Frage: was ist nach dem Songcontest? Was sind deine Pläne?
NATHAN
: Ich würde am liebsten ein Album machen, oder eine LP.

SCHiCK: Oder ein Musical?
NATHAN
: Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich weiß noch gar nicht, wie es danach weitergeht. Ich hoffe natürlich, dass ich weiterhin das machen kann wofür ich brenne.

SCHiCK: Ja dann Danke für das feine Interview!
NATHAN
: Was? Schon zu Ende? Das ging ja urschnell! Es ist gerade so lustig und du hast so interessante Fragen! (lacht)

SCHiCK: Na gut, gibt es eine Interviewfrage, die du dir selber einmal gern gestellt hättest? Das habe ich übrigens letztens auch den Josef Hader gefragt.
NATHAN:
Cool! Ich würde mich selber fragen: „Bist du glücklich?“: JA!

SCHiCK: Wow, diese Frage hatte ich eigentlich rausgestrichen, die fand ich so lahm! (Gelächter)
NATHAN: Wow, bin ich kreativ! (lacht herzhaft) Hm, vielleicht: „Was wäre so dein Ziel als Künstler?“: Wenn ich auf Tour bin und die Leute meinen Song zurücksingen. Das wär´s!

SCHiCK: Du wirst also doch eher im Musikbusiness bleiben…
NATHAN:
Naja, ich konzentriere mich halt im Moment wirklich sehr darauf. Und wenn ich diese Sache jetzt nicht zu 100% durchziehe, hart dafür arbeite und dranbleibe,- denn so eine Chance, so eine Möglichkeit bekomme ich nicht mehr, nämlich so eine mediale, internationale Aufmerksamkeit, – dann kann ich es ja auch gleich ganz bleiben lassen. Und das bin ich nicht. Ich knie mich da 100% dahinter.

SCHiCK: Mit wem würdest du denn gerne mal zusammen singen oder spielen?
NATHAN:
Mit Drew Sarich zum Beispiel! Der ist genial! Oder mit Craig David!

SCHiCK: Somit wir bei der allerallerletzten Frage wären: Was ist „schick“ für dich?
NATHAN:
Schick ist elegant-mit Klasse -aber trotzdem frech!

SCHiCK: Und welche Musik ist „schick“?
NATHAN
: Singer Songwriter. Die find ich schick!

SCHiCK: Und welche Abschminkcreme wärst du?
NATHAN:
„Bebe young care!“ Eindeutig! (Gelächter)

SCHiCK: Und welche Speise wärst du?
NATHAN
: Ein Burrrrrrrrrrito! For sure!

SCHiCK: Schöne Sache! Jetzt machen wir aber erstmal wirklich Schluss für heute, du hast noch viel zu tun. Ich danke dir für deine Offenheit und wünsche dir alles erdenklich Liebe und Gute, beruflich wie privat, und natürlich viel Erfolg beim Songcontest!
NATHAN:
Danke dir, ich freu mich schon auf ´s nächste Interview!

© Philine Hofmann

 

Das SCHICK Magazin wünscht NATHAN TRENT weiterhin viel Erfolg!

Wer NATHAN TRENTS ESC-Song hören will, kann hier reinhören:

FACEBOOK: www.facebook.com/NathanTrentMusic

 

 

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