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SCHiCK & königlich: Der große Prinz in Wien

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His Royal Highness Charles Philip Arthur George, Prince of Wales und The Duchess of Cornwall, kurz Prince Charles und Camilla, tourten durch Europa und machten auch für fast 24 Stunden in Wien halt. Britische Charmeoffensive war angesagt und Charme hat das Ehepaar, Brexit hin oder her.

Genächtigt und geduscht wurde im Hotel Sacher, doch die Hoheiten hatten wenig Schlaf, zu dicht war das Programm, das sie abarbeiten mussten. Der Besuch beim Demel war noch leichte Übung, hier galt es, Köstlichkeiten der Wiener Mehlspeisenküche zu verköstigen. Ob es in Zukunft der Wiener Apfelstrudel in Clarence House, wo die beiden in London wohnen, auf die Speisekarte schafft, ist nicht bekannt. Nachdem die Tasse Tee ausgetrunken und Süßspeisen verdrückt wurden, ging es an die Arbeit. Unser Präsident Alexander van der Bellen nebst Gattin Doris Schmidauer, wartete in der geputzten Hofburg auf einen Handschlag der royalen Gäste. Recht praktisch, dass der nächste Termin, „Besuch im Kanzleramt“, nur wenige Schritte entfernt ist, auch Bundeskanzler Christian Kern bestand auf Hand schütteln mit dem Prinzen, der das auch lässig über sich ergehen ließ.

An die 60 Journalisten waren geladen, auch ich und wie immer gab es ein Gedränge und das eine oder andere Scharmützel um die besten Plätze. Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz in der Pressebranche: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ich erinnere mich an einen Besuch von Claudia Schiffer in einem Juweliergeschäft, wo nur ich und zwei andere Fotografen anwesend waren, das Lustige war, ich fotografierte, die anderen beiden schlugen sich gegenseitig die Kameras ins Gesicht und gingen blutig zu Boden. Claudia Schiffer lächelte professionell in meine Linse und flüchtet danach entsetzt. Zur Gerichtsverhandlung in Wien ist sie nie als Zeugin erschienen. Fotografen sind ein eigenartiges Völkchen.

Beim Prinzenpaar blieb aber alles friedlich. Nachdem sie sich im Hotel frisch gemacht haben, wurden sie zum Abendmahl chauffiert, für Herren stand Smoking in der Einladung, die offenbar unser Präsident Van der Bellen überlesen hat, er speiste im Anzug.

Am Tag zwei wurden die Hoheiten in den Musikverein geschickt, danach zu einem Besuch bei einem Winzer und ohne Pause ging es für Charles zur OSZE, wo über „Moderne Sklaverei und Freiheit von Religion“ diskutiert wurde. Camilla sparte sich die Diskussion und schaute bei der Spanischen Hofreitschule vorbei.

Ob ihnen der Wienmarathon gefallen hat, ist schwer zu sagen, es ist ihr Job überall zu lächeln, aber dieser Job ist angenehmer, als jeden Tag auf einer Baustelle zu schuften.

 

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