LEBENSART

Watch Dogs 2: Die Rückkehr der Hacker

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Als vor zwei Jahren Ubisoft den kräftig gehypten Open-World-Blockbuster Watch Dogs veröffentlichte, konnten zwar die Verkaufszahlen die Erwartungshaltung erfüllen, die Kritiker- und Gamermeinungen blieben aber verhalten. Keine leichte Vorgabe für das Sequel.

Auch ich war im Frühjahr 2014 anfangs noch eingelullt von der schier unendlichen Interaktionsmöglichkeit mit NPCs, dem Setting in Chicago (eine meiner Lieblingsstädte in den USA) und dem generell zeitgenössisch-dystopischen Handlungsstrang. Doch schon bald stellte sich auch bei mir Ernüchterung ein. Zu düster und bierernst die Stimmung, zu platt die Abbildung der eigentlich architektonisch so vielfältigen Stadt, zu fummelig die Steuerung und langweilig das Herumbolzen im Auto. Nach anfänglicher Begeisterung kam schnell das so gefürchtete „meh“. Dementsprechend reagierte die Gamer-Community ähnlich wie ich nur sehr träge auf die Ankündigung des Sequels.

Aber wie heißt es so schön: du sollst dich nicht täuschen. Schon die bei diversen Messen – so auch der Wiener Game City – machte recht schnell die Kunde von einer völligen Überarbeitung des Games die Runde, wichtige Eckdaten, die sich massiv auf das Spielerlebnis auswirken, wurden geändert. Primär mal ganz wichtig: die Handlung wurde von den Häuserschluchten der oft verregneten Windy City in das sonnige Kalifornien, genau gesagt San Francisco, verlegt. Wie schon die GTA-Reihe zeigt, zockt es sich mit Zugang zum mehr und ausreichend Sonnenstunden einfach angenehmer als im harschen Binnenklima, auch wenn alles nur virtuell ist. Dazu bieten natürlich Küstenstreifen und sanfte Hügel auch ein wesentlich einladenderes Straßennetz als ein generischer Raster im Flachland, keine Frage. Mit mehr Sonnenschein kommt auch eine grundsätzlich leichtfüßigere Handlung zum tragen, Hauptprotagonist Marcus Holloway wirkt schon in den Anfangsminute wesentlich entspannter und nicht so verkniffen wie sein Vorgänger Aiden Pearce. Aufgefettet mit ein paar zwar durch und durch klischeehaften, aber sehr amüsanten Sidekicks (wer „Hackers“ mit der jungen Angelina Jolie gesehen hat, ist im Bilde), kann der zweite Teil des Hacker-Abenteuers mehr Sympathien sammeln. Auch wenn sich Watch Dogs 2 in jeder Hinsicht als Nachfolger des ersten Teils versteht, sowohl von Story, als auch implizierter Systemkritik her, geht es hier viel weniger um grimme persönliche Rachemotive oder skrupellosen Einsatz von Menschenleben, sondern viel mehr um das große Ganze. Dem System eins auswischen. Stick it to the man! Schließlich sind wir hier im Hippie State!

Die Interaktion im Spiel wurde nochmal weiter aufgebohrt, man kann praktisch alles und jeden hacken und sich mit ein paar Fingerbewegungen die Welt richten, wie es einem gefällt. Entsprechend behende Controllerbeherrschung ist wie im ersten Teil aber unabdingbar. Wirklich Spaß machen diverse neue Gadgets, die an der Stelle noch nicht verraten werden. Was wirklich Spaß macht ist die Art und Weise, wie das Spiel zwar eine reale Handlung suggeriert, in der sich die Hacker regelmäßig über klischeehafte Darstellung von Hackern lustig machen, das Spiel selbst aber wiederum so viele Stereotype und Tropen benutzt, dass laufend eine Art Meta-Selbstveräppelung stattfindet. Anders als zum Beispiel in GTA, wo Systemkritik meist in beißender Satire umgesetzt wird, transportiert Watch Dogs 2 seine doch recht unverhohlene Kritik an Politik, dem gläsernen Menschen und dem Internet of Things eher durch drastische Überhöhung der technischen Möglichkeiten im schillernden Gewand. Schlag nach bei Password Swordfish und ähnlich öligen Cyberthrillern.

Watch Dogs 2 ist ein Spiel, das wirklich Spaß macht und im Gegensatz zu seinem Vorgänger Humor und Geek-Gags nicht zu kurz kommen lässt. Das macht die Charaktere glaubwürdiger, sympathischer und generell auch einladender. Das Gameplay ist abwechslungsreich und somit klar näher an GTA als beispielsweise am sehr repetitiven Mafia III, das wirklich schöne Setting in San Francisco tut sein übriges. Mit reichlich Lorbeeren bekommt das Spiel eine klare Empfehlung, aber auch eine Warnung: man braucht echt viel Zeit.

watchdogs.ubisoft.com
facebook.com/watchdogsgame

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