BÜHNE

„Böse Frauen“: Er-lesene Geschichte der Hexenverfolgung

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Denise Teipel und Cristina Maria Ablinger begaben sich kürzlich (24. Oktober) mit ihrem Programm „Böse Frauen“ erneut auf eine Reise historischer Fälle, Texte und Zitate Rund um das Thema Hexenverfolgung. Die spielerische Lesung wurde musikalisch untermalt mit sphärischen Klängen von Sabine Bacher.

 

He·xe
/Héxe/
Substantiv, feminin [die]
1.
im Volksglauben, besonders in Märchen und Sage auftretendes weibliches dämonisches Wesen, meist in Gestalt einer hässlichen, buckligen alten Frau mit langer, krummer Nase, die mit ihren Zauberkräften den Menschen Schaden zufügt und oft mit dem Teufel im Bunde steht
„eine böse, alte Hexe“
2. 
als mit dem Teufel im Bunde stehend betrachtete, über angebliche Zauberkräfte verfügende Person
„sie wurde als Hexe verfolgt und schließlich verbrannt“
Die Hexe an sich trägt viele Namen: Von Maleficae über Lamia, Striga/Strega, Galstersche, Venefica, Fascinatrix, Pythonissa, Bacularia, Herbaria, Sorcière, Bruja, Witch, Wicca, Túnriđur, Böterin, Vitki oder auch Böse Frau gibt es noch zahlreiche weitere Bezeichnungen für den Stereotypen der kultisch tätigen Frau oder Person.
Doch wer genau wurde eigentlich als Hexe bezeichnet? Als Hexe wurde generell eine Person bezeichnet, die ein umfangreiches Wissen über Heilkräuter und medizinische Anwendungen besaß.
In den meisten Fällen waren Hexen weiblich (etwa 75 bis 80 Prozent der Opfer der europäischen Hexenverfolgung waren immerhin Frauen!), doch auch Männer nannten sich gelegentlich Hexe, in der Folge dann auch Hexer (im Fürsterzbistum Salzburg waren übrigens zwei drittel der verurteilten Personen männlich!).
Als Hexen galten vor allem Menschen, die sich dem christlichen Glauben abwendeten. Rote Haare und spezifische Muttermale galten als signifikantes Zeichen für eine Hexe. 
Die Schauspielerinnen Denise Teipel und Cristina Maria Ablinger begeben sich vergangene Woche (24.10.) in ihrer musikalisch untermalten Lesung (Gitarre: Sabine Bacher) auf eine Zeitreise der Hexenverfolgung vom Mittelalter bis ins Hier und Jetzt. Die einst größtenteils tödlich endende Hexenphobie wurde in der Neuzeit immerhin zu einem beliebten, spirituell-feministischen Kult.
Gekleidet in eleganten, schwarzen Kleidern von Designerin Irina Hofer passte das leicht schnuddelige Ambiente der in die Jahre gekommenen Arena Varieté Bar im fünften Wiener Gemeindebezirk hier als perfekter Gegensatz zu den so adrett ausgestatteten  Frauen. Siglind Buchmayer hat die schicken Frauen perfekt fotografisch in Szene gesetzt.
Wer hier eine rein statische Lesung erwartet, der irrt. Die Frauen wechseln die Rollen wie ihre Kleider. Und geben einen guten Einblick in die verschiedenen Blickwinkel der Hexenverfolgung. Zuletzt bleibt ein flaues Gefühl im Magen und man ist froh, dass es heute „en vogue“ ist, eine Hexe/“Böses Frauchen“ zu sein. Wer will schon am Scheiterhaufen enden, nur weil er die Erkenntnis hat, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt als die meisten Menschen sehen (wollen).

Fazit: Ein erschreckend informativer Abend mit vielen realen, historischen Fällen und Zitaten der Hexenverfolgung in Europa. Gespielt von zwei wunderbaren, modernen „Bösen Frauen“.

ÜBER DAS ENSEMBLE

Das SpielBAR Ensemble wird seit 2015 in neuer Zusammensetzung von Cristina Maria Ablinger und Denise Teipel geleitet. Die Künstlerinnen mit türkisch-deutschem und kolumbianischem Hintergrund und haben sich bei der Produktion HEROES (Uraufführung Januar 2015, Werk X Eldorado) in Wien kennengelernt. Bei der Zusammenarbeit an dieser Produktion entstand die Idee, gemeinsam einen Ensemble zu kreieren, das sich mit den Kernthemen Frauen, Migration und gesellschaftsrelevanten Entwicklungen befasst. Das Ensemble legt mit seiner Arbeit den Fokus auf Frauen und Literatur von Frauen aus Vergangenheit und Gegenwart, sowie auf aktuelle gesellschaftspolitische Themen.

WEITERE AUFTRITTE:

geplant für Anfang 2019 in Wien

 

WEBSEITE: verein-spielbar.com
FACEBOOK: www.facebook.com/vereinspielbar

 

 

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