KUNST

BRONSKI & GRÜNBERG THEATER – DIE AUFERSTEHUNG

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Fast niemand kennt wohl das Bronski & Grünberg-Theater, doch die 3 Mann/Frau Truppe meldet sich zurück und hat viele Pläne im Herbst 2020.

 

Ob sie zurück aus der Corona-Zeit, oder der Versenkung kommen, kann ich nicht beantworten, da ich weder ein Interview, noch eine Fotomöglichkeit des unbekannten Theaters bekam. Sie hatten Geldnot und krochen am Rande des Aus, soviel weiß ich. Grund genug, dieses Theater ein wenig ins Scheinwerferlicht zu rücken. Laut Presseaussendung startet das Theater unter der Leitung von Kaja Dymnicki, Alexander Pschill, Julia Edtmeier bereits in die 5. Saison.

 

© Bronski-Grünberg-Theater

© Bronski-Grünberg-Theater

„Von der Unsicherheits-Konstante gepeinigt, von Schließungs-Spekulationen durchnagt, vom Zukunfts-Himmel verträumt und von bröckelnden Wänden verstaubt“, so steht es in einem Text, den ich erhalten habe.

Das klingt etwas nach Wehklagen, ist aber schön ausgedrückt. Doch kein Künstler, oder jemand der sich so nennt hat automatisch das Recht von der österreichischen Republik ernährt und finanziert zu werden. Unser Staat zählt zu einem der sozialsten weltweit. Das System wird dementsprechend auch ausgenutzt und ausgesogen.

 

© Bronski-Grünberg-Theater

© Bronski-Grünberg-Theater

Auf ihrer Homepage steht: „Sehnsucht haben wir jetzt – nach allen möglichen Sachen. Und hatten wir auch vorher… nach… anderen Sachen. Und werden wir morgen haben… nach… naja Sie wissen schon. Also immer. Ein steter Begleiter. Diese Sehnsucht hält uns an der Hand – zerrt uns mal ganz grob, führt uns mal ganz sanft durchs Leben und gibt uns mal kaum hörbar, mal gellend laut eine Richtung an. Sie lässt uns träumen und verzweifeln, ist banal oder komplex und manchmal verstehen wir ihre Sprache nicht.“

Das Bronski & Grünberg Theater tritt an, die Musikkapelle zu sein, die zur Besinnung und zum Vergnügen der Passagiere an Deck des Kreuzschiffes spielt, das mutig durchs hustenzuckerl – und kornblumenblaue Eismeer der modegewordenen Rohheit segelt.“

Auch wieder sehr poetisch geschrieben, doch sollte sich jeder seine eigene Meinung über diese Truppe machen. Termine gibt es ja genug (siehe unten).

Höhlenbilder der Steinzeitmenschen verraten schon frühe Formen des theatralen Spiels. Schon damals versuchten Ur-Menschen die Jagd im Voraus oder im Nachhinein  verkleidet mit Tierfellen darzustellen und verarbeitenden damit die schwierigen Zeiten Fleisch für die Männer und Frauenschaft zu erlegen. So entstanden auch zeremonielle Tänze und einige tausend Jahre später der umstrittene Theaterkönig William Shakespeare, der Autor von La Traviata Alexandre Dumas, oder dem „Billiggruselschreiber“ Edgar Wallace, natürlich auch Anton Tschechow. Das Theater entwickelte sich zu einem gesellschaftlichen Muss und Ereignis.

„Der Abend „Sehnsucht – nach allen möglichen Sachen“  führt das Publikum durch drei Räume, die daran erinnern sollen, wie laut oder leise, wie wichtig oder banal, rührend oder auch komisch unsere Träume sein können.  Pro Abend gibt es 30 Tickets, das Publikum wird in drei Gruppen à 10 Personen geteilt, die dann durchs Theater von Station zu Station geführt werden.“

 

© Bronski-Grünberg-Theater

© Bronski-Grünberg-Theater

„Am 10. Oktober muss spätestens geputzt sein, denn da heißen wir Sie, verehrtes Publikum, unter allen und den saubersten Sicherheitsmaßnahmen, wieder herzlich willkommen.  Es erwartet Sie „JACQUES BREL“, SEHNSUCHT, „LA TRAVIATA“, „DIE ROTEN AUGEN VON LONDON“, „THE BIG BRONSKI CHRISTMAS SHOW 2.0“ und am 19.Oktober unsere Saison-Eröffnungs-Premiere „ONKEL WANJA.“

Wir klauen dem Original lediglich die Idee, das Rezept und ein paar Weisheiten und hoffen, dass Tschechow in den 90ern, so wie wir, ein riesiger „Seinfeld“-Fan gewesen wäre, alle Staffeln von „Friends“ 5 Mal durchgeschaut und seine Stücke ebenso mit Büchsenlachern versehen hatten.“

Ich wünsche dem Bronski &Grünberg Theater viel Erfolg bei seiner  Suche nach Besinnung und Sehnsucht, mögen sie eine besondere Musikkapelle des Theaters sein.

 

SPIELPLAN Oktober 2020:

 

  1. 10. – „Sehnsucht – nach allen möglichen Sachen“
  2. 10. – „Jacques Brel“
  3. 10. – „Onkel Wanja – Die Sitcom“
  4. 10. – „Onkel Wanja – Die Sitcom“
  5. 10. – „Onkel Wanja – Die Sitcom“
  6. 10. – „Jacques Brel“
  7. 10. – „Onkel Wanja – Die Sitcom“
  8. 10. – WA-Premiere „Die roten Augen von London“
  9. 10. – „Die roten Augen von London“
  10. 10. – „Jacques Brel“
  11. 10. – „Onkel Wanja – Die Sitcom“
  12. 10. – „Sehnsucht – nach allen möglichen Sachen“

 

 SPIELPLAN November 2020:

  1. 11. – WA-Premiere „La Traviata“
  2. 11. – „Die roten Augen von London“
  3. 11. – „Die roten Augen von London“
  4. 11. – „Die roten Augen von London“
  5. 11. – „Onkel Wanja – Die Sitcom“
  6. 11. – „Onkel Wanja – Die Sitcom“
  7. 11. – „The Big Bronski Christmas Show 2.0“
  8. 11. – „The Big Bronski Christmas Show 2.0“
  9. 11. – „Onkel Wanja – Die Sitcom“
  10. 11. – „Onkel Wanja – Die Sitcom“
  11. 11. – „The Big Bronski Christmas Show 2.0“
  12. 11. – „The Big Bronski Christmas Show 2.0“
  13. 11. – „Onkel Wanja – Die Sitcom“
  14. 11. – „Onkel Wanja – Die Sitcom“
  15. 11. – „ La Traviata“
  16. 11. – „La Traviata“

 Müllnergasse 2, A-1090 Wien     Kartentelefon: 0681 / 20 67 45 40

www.bronski-gruenberg.at

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