FESTIVAL

SCHiCK bei der Departure Fashion Night 2016

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Wenn Mode ein visuelles Kunstwerk wird

Im Rahmen des Take Festivals fand am 21.04 die groß angekündigte „departure fashion night“ statt. Fünf Designer, fünf Shows und unzählige Entwürfe konnten die Gäste des Take-Festival for Independent Fashion and Arts bewundern. Dabei wichen nicht nur die Kollektionen vom kommerziellen Design ab, sondern ebenso eine neuartige Präsentation. Denn eine klassische Runway-Show sucht man hier vergebens. Mode mit visueller Kunst zu verbinden, lautet hier die Devise – und wurde von den Veranstaltern prächtig umgesetzt.

Als Location diente ein langgezogener Raum, an dessen 45m breiten Wänden spektakuläre Projektionen zu bestaunen waren und die Zuseher bei jeder Show aufs Neue in eine andere Welt eintauchen ließen. Von Wüstenlandschaft über Piktogramm-Regen bis hin zu einer Dschungel-Welt war alles zusehen. Der Kreativität von Designern und Visuell-Künstlern wurden keine Grenzen gesetzt, und genau so soll es sein.

DSC_0463Den Auftakt der „departure fashion night“ bildete die Show von Arthur Arbesser, der die Gäste in seine Welt entführte. Der „Jungdesigner“, sofern man ihn nach seiner bisherigen Karriere noch so bezeichnen kann, studierte am Central Saint Martins College in London und lebt seit Jahren in Mailand. Neben seiner eigenen Designer-Karriere ist es zudem Creativ Direktor von Iceberg. Eine Kombination, die sicherlich für eine Vielzahl schlafloser Nächte sorgt. Obwohl er sein Label inzwischen hierzulande angesiedelt hat, war die Show in Wien eine absolute Premiere. Schlichte Schnitte mit vielen Details bilden das Fundament seiner Kollektionen. Überlagerungen und Kombinationen unterschiedlicher Stücke zusammen mit herbstlichen Prints aus Blumen- und Blättermuster spiegeln seine Liebe zum Detail wider.

Im Anschluss stellte Jungdesignerin Pia Bauernberger ihre Kreativität und innovative Ader unter Beweis. Die Zielgruppe ihrer Kollektion sind vorwiegend Designer und Kreative, deren Outfits nicht nur schick, sondern auch funktionell sein sollen. Pia Bauernberger kombiniert casual – basics Mäntel mit innovativem Stauraum-Konzept. So passt alles, was ein Kreativer im Arbeitsalltag braucht, direkt in den Mantel. Die Inspiration für diese ausgeklügelte Kollektion holte sich die junge Designerin direkt aus den Gesprächen mit anderen Kreativen. Diese wurden von ihr während der Arbeit beobachtet und interviewt, um ihre Wünsche und Bedürfnisse später auch umsetzen zu können. Eine äußerst innovative Kollektion, die sicherlich viele Käufer finden wird.

Die goldene Mitte belegte das Duo DMMJK. Das Label der beiden Designer Emil Maria Beindl und Markus Binder besticht nicht nur durch hohe Qualität, sondern auch durch Alltagstauglichkeit. Nachdem sie sich in der Modeklasse der Universität für angewandte Kunst Wien kennen lernten, war der Wunsch nach einer kreativen Zusammenarbeit geboren. Seit mittlerweile 8 Jahren kreiert das Duo wunderbare Kollektionen und sorgte schon mit der Abschlusskollektion Demelrave für Furore. Nun begeistern die beiden erneut mit ihren einfallsreichen Designs.

Anschließend präsentierten Femme Maison ihre Designs mit einer Mischung aus Minimalismus und Understatement-Pieces. Hinter dem Label stehen die beiden Jungdesigner Franziska Fürpass und Mixed Media-Künstler Sia Kermani. Neben außergewöhnlichen Schnitten liegt ihnen aber vor allem hohe Qualität bei Materialien und Verarbeitung am Herzen. Zugegeben, der Name lässt nicht automatisch auf ein Wiener Label schließen, doch genau darum geht es hier. Die persönliche Challenge der beiden? Der Beweis, dass ein Label nicht erst ins Ausland gehen muss, um internationalen Erfolg zu ernten.

Den fulminanten Abschluss der „departure fashion night“ lieferte die talentierte Designerin Sabinna Rachimova mit ihrem Label Sabinna. Mit ihrem Faible für Strickwaren überraschte und begeisterte sie die Zuseher zugleich. Denn wer hier an altbackene Strickereien denkt, liegt weit daneben. Sabinna haucht den traditionellen Handarbeiten neues Leben ein und macht sie dadurch wieder tragbar. Ein Konzept, das durchaus Erfolg erntet. Denn die junge Designerin ist mittlerweile im fixen Plan der Londoner Fashion Week zu sehen und darf sich über internationale Bewunderung freuen.

www.take-festival.at

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