KOLUMNE

SCHiCK-Tipp: Die großen 10 Xmas-Songs

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Alle Jahre wieder tönen sie aus allen Lautsprechern: Weihnachtslieder. Egal ob im Supermarkt, am Punschstand, im Radio, TV oder Web – sie gehören zur winterlichen Festzeit, wie der Trachtenjanker zum alpinen Kirtag. Das muss man nicht mögen. Aber entziehen kann man sich ihnen nur schwer.

Das sehen seit Jahr und Tag auch unsere geliebten Pop- und Rockstars, die unabhängig ihres sonst (mehr oder weniger) anspruchsvollen Ouvres zumindest einen Weihnachtssong im Repertoire haben. Egal ob Rapper, Punker, Metaller oder Pop-Star. Grund genug für uns SCHICKe Schunkler die „Großen 10“ der Weihnachtslieder zu durchleuchten und ein paar festliche Hintergrundinfos zu verschenken.

Eine Auswahl an Beispielen, die natürlich Grund zur Kritik gibt, weil „schon wieder dieser Schaß” dabei ist, oder „genau dieses Juwel“ fehlt. Cool bleiben, das hier ist keine Best of-X-Mas-Songs-Top Ten, sondern ein 10-teiliges Potpurie, quer durch die verschneiten Soundpfade der lieblichen Klänge.

WHAM! – Last Christmas (1984)

Album „Music From The Edge of Heaven”

Muss das wirklich sein? Ja, muss es! Denn man kann es drehen und wenden wie man will, man kommt diesem Horror nicht aus. Dabei ist es ja skurill, dass trotz eines total melancholischen Textes („Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, you gave it away”), das Teil als Happy-Christmas-Hymne durchgeht. Was beweißt, dass Songlyrics radikal überschätzt warden. Denn, niemand hört hin. George Michael (die damalige Hälfte von Wham!), wird’s egal sein, immerhin bringt ihm der Song Jahr für Jahr Millionen an Tantiemen (ca. 8 Mio. Euro per anno). Übrigens, das Märchen, dass Michael den Song (und damit die Einnahmen) an seinen damaligen Partner Andrey Ridgeley verschenkt haben soll, ist ein solches. George Michael ist der alleinige Autor und damit auch der alleinige Tantiemenempfänger. Interessantes Detail am Rande: Barry Manilow wollte seinerzeit Wham! aka George Michael verklagen, da „Last Christmas” frappant an seinen Song „Can’t Smile Without You“ (1978) erinnert. Beide einigten sich aber außergerichtlich, wobei Michael sämtliche „Last Christmas”-Einnahmen im ersten Veröffentlichungsjahr an Bob Geldofs „Band Aid”-Projekt überwies.

FRANKIE GOES TO HOLLYWOOD – The Power of Love (1984)

Album „Welcome To The Pleasuredome”

Was für ein Gegensatz zu den beiden ersten Hits „Relax” und „Two Tribes”, auf denen die britische Popband, rund um Frontman Holly Johnson, mit Schwulenthemen und Politkritik provozierte. Mit der dritten Single-Auskoppelung aus ihrem genialen Debütalbum „Welcome To The Pleasuredome“ gelang ihnen im November 1984 zugleich der dritte No.1-Hit in Serie. Bis heute streiten sich Musikkenner ob „The Power Of Love“ eine bewusste Weihnachtslied-Verarsche ist oder einfach nur eine schlimme Schnulze. Wie auch immer, es gehört nachwievor zum alljährlichen Standard-Feiertags-Repertoire sämtlicher Radiosender.

JOHN LENNON – Happy Xmas (War Is Over) (1971)

Album „Shaved Fish”

Einer jener Klassiker den man trotz Dauereinsatzes in den Weihnachts-Radios nicht zu Tode spielen kann. „Happy Xmas“ stammt aus der Feder von John Lennon UND Yoko Ono und wurde am 1. 12. 1971 in den USA als Single veröffentlicht. Der Liedtext entstand vor dem Hintergrund des Vietnam-Krieges. Die gesamte Story über die Entstehung des Songs ist ziemlich beeindruckend und zur Gänze u.a. auf Wiki nachzulesen. Sollte man sich reinziehen!

 

DROPKICK MURPHYS – The Season’s Upon Us (2012)

Album „Signed And Sealed In Blood”

Davon abgesehen dass der Song großartig ist, sollte man sich unbedingt das zugehörige Video auf YouTube geben. Meiner Meinung nach der mit Abstand beste, witzigste und skurillste X-mas-Clip ever! Bleibt einem nur zu wünschen dass man nicht selbst so eine (wie im Clip) dargestellte Verwandtschaft sich zu Weihnachten einlädt.

BOB DYLAN – Must Be Santa (2009)

Album „Christmas In The Heart”

Die Verleihung des Literatur-Nobelpreises an den mittlerweile 75-jährigen Musiker UND Lyriker sorgte ja für ebensoviele Pro- wie Kontra-Stimmen. Dass der „Grandscherm“ nicht zur Verleihungs-Zeremonie in Stockholm antrat und dafür Patti Smith vorschob, die prompt bei ihrem Live-Auftritt vor lauter Nervosität den Liedtext zum Dylan-Song „A Hard Rain’s A-Gonna Fall“ vergaß, war dann schon wieder voll Rock’n’Roll. Und nun das hier. Der rebellische Altmeister spielte doch allen Ernstes im Jahre 2009 ein Weihnachtsalbum ein. Aber es wäre nicht Dylan, wenn dieses ganz anders klingt als Weihnachtsalben nunmal so klingen. Mehr noch: Auf „Must Be Santa“ erlebt man einen absolut witzigen, gut gelaunten Zeremonienmeister der dem Original von Mitch Miller aus dem Jahre 1960 ein wirklich Nicht-Festliches Gewand verleiht. Nebenbei: „Must Be Santa“ ist ein Klassiker, der auf einem uralten deutschen (!) Sauflied beruht. Vermutlich war Dylan deshalb so gut drauf.

JOSÉ FELICIANO – Feliz Navidad (1970)

Album „Feliz Navidad”

Wer ein asiatisches Umfeld oder Freunde aus dem Fernen Osten hat, weiß dass diese Edelschnulze bei keiner asiatischen Weihnachtsfeier fehlen darf und sogar „Last Christmas“ an Beliebtheit in den Schatten stellt. Verantwortlich für „Feliz Navidad“ aka „Frohe Weihnachten“ zeichnet der damals (1970) 25-jährige Sänger und Gitarrist José Feliciano. Schon in jungen Jahren als Ausnahmekönner der Flamenco-Gitarre gehandelt war der von Geburt an blinde Künstler aus Puerto Rico vor allem bei Jazz-Freunden eine große Nummer. Mit „Feliz Navidad“ wurde er schlagartig auch bei Pop-Fans bekannt. Besonders in der asiatischen Hemisphäre führt der Song bei jeder x-ten Neuveröffentlichung die dortigen Hitparaden an.

 

HANSON – Merry Christmas Baby (1997)

Album „Snowed In”

Erinnert sich noch jemand an „MMMBop”? Richtig, das stammt von diesen drei süßen US-Jungs, die sich 1997 anschickten das nächste große Boyband-Ding zu werden. Immerhin, die drei Brüder Isaac, Taylor und Zac Hanson konnten nicht nur nett trällern, sondern sogar ein paar Instrumente spielen. Vermutlich zuviel Talent für dieses Genre, denn allzulange hielten sich deren Poster nicht in den Teenie-Zimmern. Immerhin, das Debutalbum „Middle Of Nowhere“ führte im Mai 1997 weltweit die Charts an. Weshalb man im selben Jahr zur Weihnachtszeit gleich ein saisonales Album nachschob: „Snowed In“. Dieses wollte allerdings so ziemlich niemand hören. Zu Unrecht! Denn die Interpretation bekannter amerikanischer X-mas-Songs ist ihnen richtig gut gelungen. Ja, okay, Teenie-Pop, aber durchaus unpeinlich, wie etwa die funky Hanson-Version von „Merry Christmas Baby“. Ein Smash aus dem Jahre 1947 (!) an dem sich von Rod Stewart bis Mariah Carey schon alle versucht haben. Das hier ist die beste Cover-Version!

KURTIS BLOW – Christmas Rappin’ (1979)

Album „Kurtis Blow” (Bonus-Track on Reissue-CD 1998)

Als im November 1979 mit „Rapper’s Delight“ (Sugarhill Gang) der erste kommerziell erfolgreiche HipHop-Song erschien, ging das zeitgleich veröffentlichte „Christmas Rappin’“ des New Yorker Rapper Kurtis Blow medial zunächst unter, entwickelte sich aber mit Verspätung zum HipHop-X-mas-Hit schlechthin. Das Kuriose daran. Kurtis Blow wählte diesen Song als seine erste Single überhaupt aus. Ein Rapper, dessen Einstieg ins Bizz mit einem Weihnachtslied passiert ist durchaus schräg. Anekdote am Rande. Damit auf den Weihnachtshit auch ein Sommerhit folgt, nahm Blow den Song nochmals mit neuem Text auf, nannte ihn nunmehr „Rappin“ und konnte damit im Juni 1980 seinen zweiten Chart-Breaker verbuchen.

 

DEAN MARTIN – Let It Snow (1959)

Album „A Winter Romance”

Von „Winterwonderland“ mal abgesehen, verbreitet kein anderer Weihnachtssong derart viel Wohlbehagen wie Dean Martin’s „Let It Snow“. Man riecht beinahe den Schnee, und spürt totale Harmonie und inneren Frieden. Verantwortlich dafür ist nicht nur Dean Martin’s unnachahmliche Stimme, sondern auch das musikalische Arrangement, dass die Feiertagsstimmung perfekt einfängt. Im Original stammt „Let It Snow“ von Vaughn Monroe, der damit bereits 1945 (!) die Charts knackte. Monroe nahm 1963 seinen Song nochmals auf. Diese Version wird übrigens am Ende von „Die Hard“ gespielt, einer jener Actioner der alljährlich zu Weihnachten im TV läuft.

 

WIENER SÄNGERKNABEN – Stille Nacht, Heilige Nacht (1818)

Album „Die Wiener Sängerknaben und ihre schönsten Weihnachtslieder“ (1967)

Gegen diesen unkaputtbaren Klassiker ist selbst „Last Christmas“ nur Zweiter. Das von Franz Xaver Gruber (einem Volksschullehrer aus dem salzburgerischen Oberndorf) komponierte und vom Dorfpfarrer Joseph Mohr getextete „Kulturerbe“ (UNESCO) wurde am Heiligabend 1818 in der Oberndorfer Kirche uraufgeführt. Seitdem wurde es in rund 50 Sprachen übersetzt und ist das weltweit erfolgreichste Weihnachtslied. Unter Experten gilt die Version der Wiener Sängerknaben von 1967 als die beeindruckenste. Dem schließen wir uns an.

 

In diesem Sinne: Frohe, besinnliche und SCHICKe Weihnachtsfeiertage!

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