INTERVIEW

SCHiCK im Interview mit Steffen Hofmann

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Bereits seit über einer Dekade wird die Mannschaft von Österreichs Rekordmeister SK Rapid Wien vom Deutschen Steffen Hofmann als Kapitän aufs Spielfeld geführt. Trotz seines reifen Fußballeralters ist der Leitwolf in großartiger körperlicher Verfassung, und die wohl wichtigste sportliche Stütze des Vereins.

Seit 2002 kickt Hofmann für die Hütteldorfer, einzig ein kurzes Intermezzo mit dem TSV 1860 München unterbrach seine Laufbahn bei Rapid. Davor und danach feierte er mit seinem Stammverein großartige Erfolge und kann auch persönlich auf schöne Momente zurückblicken. So wurde er 2009/2010 als erster und bisher einziger Mittelfeldspieler des SK Rapid Torschützenkönig. Die Saison 2007/2008 beendete er als bester Vorbereiter Europas, und auch in der darauffolgenden Spielzeit konnte nur der Große Xavi aus Spanien mit ihm mithalten. Hofmann ist bekannt, wenn nicht schon legendär für seine hohe Einsatzbereitschaft, seine Freistöße und Vorlagen, sowie für seine unnachahmliche Art, seine Mannschaft anzuspornen. Nicht selten fällt bei Gesprächen unter Fans über ihn das Wort „Fußballgott“, eine Bezeichnung die ihn vermutlich ehrt, aber keinesfalls abheben lässt.

SCHiCK-Reporter Daniel Widner traf den sympathischen grün-weißen Publikumsliebling in entspannter Atmosphäre nahe seiner Wohnung im sechsten Wiener Gemeindebezirk und sprach mit ihm über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

SCHiCK: Hallo Steffen, erst mal vielen Dank dass Du Dir Zeit genommen hast, wie geht’s?
Steffen:
Gut, der Urlaub war gut, jetzt beginnt bald die Vorbereitung auf die neue Saison, ich freu’ mich darauf.

SCHiCK: Wie ist es dazu gekommen, dass Du bei Rapid gelandet bist?
Steffen:
Eigentlich ein großer Zufall. Ich hab bei den Bayern gespielt, bei der Jugend und bei den Amateuren. Und dann war der Matthäus (Lothar, Anm. d. Red.) hier Trainer und der hat dann bei Bayern angerufen, ob sie einen jungen Mittelfeldspieler haben.

SCHiCK: Das heißt es war nicht Dein Management, das Möglichkeiten gesucht hat, sondern Rapid war die treibende Kraft?
Steffen:
Nein, nein das nicht, ich hatte damals schon mehrere Möglichkeiten, es war halt ein komplett anderer Weg als wie es bei den meisten ist, die von den Amateuren rauskommen.

SCHiCK: War Dir Rapid damals schon ein Begriff?
Steffen:
Ja natürlich, vom Namen her auf alle Fälle.

SCHiCK: Und hattest Du ein wenig Sorge, weil die österreichische Liga doch eher klein und unbedeutend ist, im Vergleich zu anderen?
Steffen:
Eigentlich hab ich mir gedacht dass es nur eine Zwischenstation sein wird, und ja dann ist irgendwie alles anders gekommen.

SCHiCK: Du warst aber dann nochmal weg?
Steffen:
Ja ich war dann kurz bei 1860 München. Aber da hat vieles nicht gepasst, das war sehr lehrreich für mich, doch es war gut, dass ich nochmal was anderes gesehen hab’. Ich hab’ dann dort nach einem halben Jahr eigentlich gemerkt, dass es nicht das ist, was ich mir vorstelle.

SCHiCK: War Rapid Liebe auf den ersten Blick?
Steffen:
Nein nicht wirklich, natürlich wusste ich bei meiner Ankunft, dass es ein großer Verein ist und da passt alles, das erste halbe Jahr war allerdings nur so lala und erst ab dem Winter war’s eigentlich so dass ich gewusst hab, das passt richtig gut da.

SCHiCK: Glaubst Du wärst Du so lange bei Rapid geblieben, wenn Du hierzulande nicht Deine österreichische Frau gefunden und geheiratet hättest?
Steffen:
Das war sicher ein wichtiger Grund dass ich hier eine Familie gegründet hab. Aber ich weiß nicht, ob es sonst anders gekommen wär’.

SCHiCK: Aber die Familie hätte sich damit abgefunden, wenn Du gesagt hättest „ich wechsle ins Ausland“?
Steffen:
Ja, ich glaub wenn man einen Fußballer heiratet, sollte man das wissen. Dann ist es auch klar, dass man nicht lange voraus planen kann. Da bleibt man selten für immer am selben Ort, bei uns ist es Gott sei Dank anders gekommen.

SCHiCK: Du hast Deine Frau im VIP-Club von Rapid kennengelernt, wie kam es dazu?
Steffen:
Ja, sie und ihre Eltern hatten immer VIP-Karten und da gab es am Anfang der Saison, in der ich gekommen bin, ein Treffen aller VIP-Mitglieder mit den neuen Spielern. Sie ist eher zufällig mitgefahren, als Fahrerin ihrer Eltern sozusagen, und ja da hat sie mich zum ersten Mal getroffen.

SCHiCK: War es für Dich ein Vorteil, eine Familie zu haben, die einem Rückhalt bietet, wenn man sich in der sonst so schnellen Fußball-Welt bewegt?
Steffen:
Ja, aber es hängt auch viel von einem selbst ab, einfach wie man als Mensch ist. Wie man erzogen wurde.

SCHiCK: Bist Du ein Familienmensch?
Steffen:
Ja ich bin ein Familienmensch, ich denke dass ich so erzogen worden bin und von daher auch relativ bodenständig bin, aber ich glaub ich wäre nicht viel anders ohne meine Frau und die drei Kinder.

SCHiCK: Deine Familie lebt ja in Deutschland, wie oft siehst du sie?
Steffen:
Meine Eltern sehe ich öfter, die kommen manchmal zu einem Spiel oder fliegen auch mal mit wenn wir international spielen. Meine Geschwister seh’ ich zweimal im Jahr.

SCHiCK: Deine Eltern freuen sich dass Du hier bist, bitten Dich nicht, wieder nach Deutschland zu ziehen?
Steffen:
Meine Eltern wissen mittlerweile, dass das hier mein Zuhause ist, dass hier mein Lebensmittelpunkt ist. Aber natürlich früher war schon in ihren Gedanken die Frage da, „Wann kommst wieder nach Deutschland, wann spielst wieder in Deutschland?“, was auch ganz normal ist für Eltern. Aber jetzt sind sie sehr zufrieden damit wie alles gelaufen ist und darauf stolz was ich geschafft habe.

SCHiCK: Deine Kinder sind eigentlich alle schon waschechte Rapidler, oder?
Steffen:
Ja, klar.

SCHiCK: Zur Austria geht da keiner mehr…
Steffen: (lacht, Anm. d. Red.) Nein das nicht. Die sind natürlich damit aufgewachsen. Und da meine Frau ja auch Rapid-Fan ist, bleibt ihnen gar nichts anderes über.

SCHiCK: Was sagst Du zum Abriss eurer alten Heimstätte, dem Hanappi-Stadion?
Steffen:
Naja ich hab’ dort doch viele, viele schöne Momente erlebt und früher haben wir dort auch trainiert. Also ich war jeden Tag dort. War natürlich einerseits eine traurige Sache, aber auch eine schöne. Denn das Stadion wäre nicht mehr zum Bringen gewesen. Es war wirklich höchste Zeit, dass was passiert, und wenn man jetzt das neue Stadion sieht, ist die Vorfreude schon deutlich größer als die Trauer.

SCHiCK: Ist schon irre, wie schnell das gebaut wurde, oder?
Steffen: (lacht, Anm. d. Red.) Ja, das stimmt, ich bin auch nur alle zwei, drei Monate dort, aber ist schon spannend wie das vorangeht und was da alles passiert.

SCHiCK: Wenn alles klappt wirst Du der letzte Kapitän von Rapid im Hanappi-Stadion und der erste in der Allianz-Arena sein, ist Dir so etwas wichtig?
Steffen:
Naja wichtig, es ist natürlich schon eine große Ehre. Aber in erster Linie zählt die Freude auf das neue Stadion, das wird schon eine ganz neue Ära werden. Da dabei zu sein ist etwas Schönes.

„…ich hab mir die lebenslange Mitgliedschaft gekauft.“

SCHiCK: Ich habe gelesen Du bist sogar zahlendes Mitglied bei Rapid, stimmt das?
Steffen:
Stimmt sozusagen, ich hab mir die lebenslange Mitgliedschaft gekauft.

SCHiCK: Was war für Dich die schönste Zeit bei Rapid, bisher?PIC_8440
Steffen:
Alles, es hat alles irgendwie was Besonderes gehabt. Der Anfang war natürlich schwerer, ich bin gekommen und Rapid war im Jahr davor nur Achter in der Tabelle. Dann ist’s langsam bergauf gegangen, damit sind auch wieder mehr Zuschauer gekommen. Das war schön, da dabei zu sein wie einfach was neues am Entstehen war, damals unter’m Hicke (Josef Hickersberger, Anm. d. Red.). Bei Pacult haben wir dann eine super Mannschaft gehabt, als wir Meister geworden sind. Danach war wieder eine schwierige Zeit, die allgemeine Situation, die Unzufriedenheit, von außen ging nicht viel weiter und wir haben bei weitem nicht so gespielt wie wir uns das vorgestellt haben. Jetzt ist es so dass ich ein gewisses Alter habe und es einfach viel mehr genieße, diesen Job noch machen zu können, zu trainieren und mit den Jungs in der Kabine zu sitzen.

SCHiCK: Was war eigentlich der schönste Moment Deiner Karriere?
Steffen:
Oh, das ist schwer, da gibt’s viele. Ich glaube als Spieler ist es sicher mal ein Highlight, in der Champions League zu spielen. Das Spiel damals in Moskau (2005 gegen Lokomotive Moskau), als wir gewonnen hatten und somit die Qualifikation geschafft hatten, war sicher auch ein Highlight. Für mich persönlich war damals das erste Spiel, zuhause gegen die Bayern etwas, was ich ganz bestimmt nie vergessen werde.

SCHiCK: Da waren damals ja auch noch einige deiner alten Mitspieler dabei …
Steffen:
Eben Hargreaves, Lahm und noch ein paar andere.

SCHiCK: Owen Hargreaves ist einer Deiner besten Freunde, seht ihr euch noch ab und zu?
Steffen: Genau, ja tun wir, leider aber sehr selten. Er lebt in England. Vor ein paar Wochen war er da, wir sind Abendessen gegangen und am nächsten Tag ist er wieder weitergeflogen. Er hat noch immer viel um die Ohren.

SCHiCK: Was war das schlimmste Erlebnis in Deiner Karriere?
Steffen:
Schlimme Momente sind immer Verletzungen. Zum Beispiel als ich damals nach meiner Rückkehr zu Rapid das erste Spiel gemacht hab’ und mich gleich verletzte. Das war sicher ein absoluter Tiefpunkt. Sonst natürlich alle Verletzungen.

SCHiCK: Aber so richtig schwere Verletzungen sind Dir erspart geblieben, oder?
Steffen:
Naja die Sache mit dem Auge ist eine blöde Geschichte, weil das auch nicht mehr wird (Trainingsunfall, Sehkraft des rechten Auges liegt bei etwa 70%, Anm. d. Red.). Zweimal das Innenband im Knie gerissen, aber das sind eigentlich Kleinigkeiten. Das Mühsamste und Schlimmste war die Schambeinentzündung, weil man da nie weiß wie lang’s dauert und vor allem ob man jemals wieder spielen kann. Es gibt genug Spieler, die deswegen ihre Karriere beendet haben. Wenn man das mal hat, kann einem keiner so richtig helfen, das ist echt schwierig.

SCHiCK: Liegt man dann nächtelang wach im Bett und macht sich Sorgen um seine Karriere?
Steffen:
Nein das nicht aber es beschäftigt einen schon, man macht sich sicher viele Gedanken.

SCHiCK: Du hast mir mal gesagt dass du nach einem Spiel abends kaum einschlafen kannst, woran liegt das?
Steffen:
Das geht glaube ich sehr, sehr vielen Spielern so.

SCHiCK: Wegen dem Adrenalin?
Steffen:
Ja, die Aufregung allgemein.

SCHiCK: Hast Du das trotz so vieler Spiele in Deiner Karriere noch immer?
Steffen:
Ja, besonders nach Siegen in großen Spielen, da schläft man eigentlich am schlechtesten. Da liegt man schon einmal bis drei oder vier im Bett und muss aber dann trotzdem in der Früh raus, zum Training und wegen den Kindern.

SCHiCK: Heißt das jedesmal im Spielertunnel kommt der Adrenalin-Kick, der Dich nicht schlafen lässt?
Steffen:
Ja schon, es kommt natürlich darauf an welcher Gegner, wie viele Zuschauer da sind, die Atmosphäre und um was es geht. Nach irgendeinem Testmatch schläft man gut, meistens schon im Bus am Weg z’rück. Aber große Spiele, wo es wirklich eng ist, wo man voll mit Adrenalin ist, da wird’s dann abends schwierig!

SCHiCK: Mir tut die Frage jetzt schon leid, aber wie verarbeitet man ein Debakel wie das in Valencia?
Steffen:
Ja das hat schon paar Tage gedauert, also das war wirklich schlimm, weil auch so nicht erwartet. Das sitzt tief und dauert etwas länger, aber irgendwann muss man es einfach abhaken.

„Erstens die sind richtig gut, zweitens wir waren an dem Tag schlecht,…“

SCHiCK: Wie kannst Du Dir die zwei Niederlagen selbst erklären?
Steffen:
Erstens die sind richtig gut, zweitens wir waren an dem Tag schlecht, wir als Mannschaft haben einfach nicht schlau agiert und sind denen eigentlich ins offene Messer gelaufen. Und dann kann das eben gegen so eine Mannschaft passieren, dass man mal sechs Stück kriegt.

SCHiCK: Wie wird man Kapitän von Rapid Wien?
Steffen:
Naja, ich bin 2002 gekommen und Andi Herzog ist im Jahr drauf nach Amerika gegangen. Im Trainingslager ist dann der Hicke zu mir gekommen und hat gesagt: „Du ich würd dich gerne zum Kapitän machen“. Ich war ein biss’l überrascht, denn ich war ja erst ein Jahr da und als Piefke Kapitän von Rapid zu sein ist natürlich schwierig (lacht, Anm. d. Red.). Ich hab dann schon gesagt dass ich’s gern machen würde, aber auch gefragt ob das nicht Probleme gibt. Er hat gemeint nein das passt schon. Der Schötti (Peter Schöttel, Anm. d. Red.) war damals Sportdirektor, mit dem war das alles abgesprochen und alle waren der Überzeugung dass es sehr gut wäre. Da hab’ ich mich natürlich sehr gefreut.

„…als Piefke Kapitän von Rapid zu sein ist natürlich schwierig.“

SCHiCK: Wie kannst Du das Gefühl beschreiben, als Du erstmals den Meistertitel und den Teller in der Hand gehalten hast?
Steffen:
Das war unglaublich, vor allem damals war das eher unerwartet. Da haben wir einfach eine richtig coole Gemeinschaft gehabt, sonst hätt’ das auch niemals so funktioniert. Das war echt ein Wahnsinn für uns.

SCHiCK: Wie ist es möglich, dass ein privat so ruhiger Typ wie Du am Fußballplatz so explodiert und zum absoluten Antreiber wird? Schaltest Du da einfach um?
Steffen: (lacht, Anm. d. Red.) Ja, glaub schon, da lass ich einfach alles raus.

SCHiCK: Ist das auch im Training so?
Steffen:
Da bin ich mittlerweile glaub ich biss’l ruhiger geworden, aber nicht wirklich ruhig. Ich kann nicht verlieren, im Spiel und im Training nicht. Vielleicht daheim wenn ich mit meinen Kindern spiele, aber sonst gar nicht. Darum kann’s im Training auch mal passieren, dass ich wen schimpf’.

SCHiCK: Versuchst Du das auch an deine jüngeren Mitspieler weiterzugeben, sie ein wenig zu formen?
Steffen:
Ich glaub’ dass es wichtig ist, dass man so etwas als Spieler hat, einfach diesen Ehrgeiz. Denn wenn man in ein Spiel geht und es ist einem wurscht ob man jetzt verliert oder gewinnt, dann sollte man nicht Sportler werden und vor allem nicht bei Rapid spielen.

„Im Training kann’s auch mal passieren, dass ich wen schimpf’.“

SCHiCK: Gab es Mitspieler, die nicht den erforderlichen Charakter hatten?
Steffen:
Ja, die gibt’s immer wieder. Es gibt aber auch Spieler, die zwar nicht diesen Willen, diesen Ehrgeiz haben, aber einfach so viel Qualität besitzen, dass sie dir dann trotzdem weiterhelfen

SCHiCK: Und Mitspieler, mit denen Du persönlich nicht konntest?
Steffen:
Sicher, es ist ja nicht so dass ich da 24 Freunde in der Kabine hab’, aber sobald es um den gemeinsamen Erfolg geht, gilt es, das Beste daraus zu machen. Ich hab’ aber nie mit einem Spieler ein wirkliches Problem gehabt. Zwar vielleicht mit dem einen oder anderen nicht so gut verstanden, aber so, dass ich gesagt hätte „mit dem red’ ich nicht“, das gab’s nie.

SCHiCK: Hast Du auch mal Freunde fürs Leben in der Mannschaft gefunden?
Steffen:
Ja sicher, ich weiß nicht, mit wie vielen ich schon zusammen gespielt habe. Es sind sicher über 100 oder 150 Spieler nur bei Rapid gewesen, dann noch mit vielen in der Jugend. Da gibt’s immer wieder welche, mit denen der Kontakt aufrecht bleibt. Ein paar gehen dann weg, man verliert dann den einen oder anderen aus den Augen, aber ein paar bleiben über.

SCHiCK: Thema Wettskandal, was denkt man sich, wenn man darüber liest und diese Spieler auch kennt, wenn auch nur als Gegner?
Steffen:
Diese Spieler beschmutzen unseren Job und das ist natürlich eine Katastrophe. Aber ich glaub’ dass sich keiner von denen als er seine Karriere angefangen hat gedacht hat „super da kann ich dann Spiele manipulieren“, sondern das hat meistens eine negative Vorgeschichte. Oft sind es Geldsorgen und wenn du einmal damit angefangen hast, dann kommst da auch nicht mehr einfach raus, einfach weil du erpressbar bist.

SCHiCK: Glaubst Du liegt die Dunkelziffer in Österreich höher als angenommen?
Steffen:
Ich weiß nicht, ich kann’s mir in Österreich kaum mehr vorstellen, oder sogar gar nicht mehr vorstellen. Aber ich vermute, dass es in anderen Ländern durchaus so ist, dass da manche Spiele so ausgehen, dass dann am Ende beide Vereine gut damit leben können oder irgendwer damit noch ein Geld verdient.

SCHiCK: War Geld für Dich im Fußball immer zweitrangig?
Steffen:
Ja sicher, ohne die Liebe zum Spiel und ohne die Freude hätt’s keinen Sinn gemacht. Aber natürlich ist es schon so, dass am Ende des Monats das da sein muss, was man sich auch verdient hat. Dass eine gewisse Wertschätzung da ist. Es ist nicht unwichtig, dass man ein Gehalt hat, was man sich auch verdient. Ich hätte mich nie um paar hundert Euro gestritten, aber es muss schon gerechtfertigt sein, fair mir und dem Verein gegenüber.

„…ich hab’ noch nie am Platz ans Geld gedacht, echt noch nie.“

SCHiCK: Motivieren Prämien zusätzlich?
Steffen:
Also ich hab’ noch nie am Platz ans Geld gedacht, echt noch nie. Es geht immer nur um’s Gewinnen selbst. Natürlich freut man sich, wenn man danach noch eine Prämie dazu bekommt, aber das ist nicht der ausschlaggebende Punkt.

SCHiCK: Es fällt doch auch auf, dass immer mehr Talente mit viel Geld gelockt werden, kurzfristig Unsummen verdienen und dann verheizt werden.
Steffen:
Ja, es gibt auch deutlich mehr Talente. Es kommen auch mehr Spieler aus den Akademien raus, mit guter Ausbildung. Es ist aber dann trotzdem schwer, gerade als junger Spieler, wenn man dann ein Angebot bekommt, wo man richtig viel Geld verdienen kann, nein zu sagen. Wir haben zehn, zwölf, vielleicht vierzehn Jahre, um Geld zu verdienen. Dann ist man fertig mit dem Spielen. Die meisten haben vielleicht die Matura gemacht aber sonst nichts. Wenn man dann versucht, einen Job zu suchen, stehen die Leute nicht Schlange. Da muss man schon ein großer Spieler gewesen sein, um Angebote zu bekommen. In Österreich gibt’s auch bestimmt nur sehr, sehr wenige Spieler die danach von dem verdienten Geld leben können. So einfach ist das nicht.

SCHiCK: Man sieht in den Medien immer wieder die Fußball-Stars mit riesigen Kopfhörern, Louis Vuitton Trainingstaschen oder ganz tollen Autos, welchen Luxus gönnst du dir?
Steffen:
Ich brauch nicht viel.

SCHiCK: Keine Kopfhörer?
Steffen: (lacht, Anm. d. Red.) Das mit den Kopfhörern ist nicht so wild, die kosten nicht die Welt, aber ich hab keine. Aber natürlich gönn’ ich mir ab und zu etwas. Auch meinen Kindern oder meiner Familie. Aber ich hab’ mir zum Beispiel noch nie ein Auto gekauft. Ich hab schon ein, zwei teure Uhren, aber die haben auch immer eine Geschichte. Etwa wie wir Meister geworden sind, haben wir uns immer Uhren machen lassen. Urlaub und Zeit sind der größte Luxus für mich. Auch Zeit mal nur für mich, wenn ich mal eine Runde Golf spielen kann.

SCHiCK: Welche Hobbies außer Golf hast Du noch?
Steffen:
Eigentlich nur Golf und meine Kinder, meine Familie. Wenn ich mal Zeit habe, unternehme ich am liebsten was mit meinen Kindern, etwa mit ihnen ins Kino gehen. Am Abend gehe ich gerne mal was essen, auch schon mal alleine. Da hab ich dann ein wenig Ruhe. Ab und zu lese ich auch einfach oder schaue ein wenig Fußball im Fernsehen. Allgemein schau ich aber eher selten fern.

SCHiCK: Wird die Saison 2016/2017 deine letzte sein oder kann es noch weitergehen?
Steffen:
Es kann noch weitergehen auch. Also wenn ich mich nächstes Jahr um diese Zeit so fühle wie jetzt, dann werd’ ich sicher noch ein Jahr weiterspielen. Aber es kann auch sein, dass ich im Winter sag’ „es geht nicht mehr“. Da hör ich dann lieber auf.

SCHiCK: Deine Frau lässt Dich spielen, so lange Du willst?
Steffen:
Ja klar, ist ja mein Körper. Wenns geht geht’s und wenn’s nimmer geht dann geht’s ned. Aber natürlich wünscht sie sich, dass ich so lange spiele wie es geht. Einfach weil sie weiß, wie viel Spaß es mir macht und wie viel Freude ich dabei habe.

„…ob ich da jetzt überall meinen Senf dazugeben muss, weiß ich nicht.“

SCHiCK: Könntest Du Dir ähnlich wie Peter Hackmayr einen Job als Analyst oder Kommentator im Fernsehen vorstellen?
Steffen:
Das weiß ich ehrlich nicht. Natürlich interessiert mich das Spiel und ich denke, dass ich ein Match meistens anders anschaue wie ein normaler Zuschauer, aber ob ich da jetzt überall meinen Senf dazugeben muss, weiß ich nicht.

SCHiCK: Zum Abschluss: Was ist dein Tipp für den EM-Titel?
Steffen:
Ich glaub’, dass Spanien sehr stark sein wird. Spanien und Frankreich sind so meine Favoriten. Deutschland und Belgien sind nicht zu vergessen. Einer von den Vieren wird’s schätz’ ich.

SCHiCK: Steffen ich danke Dir, und wünsche dir viel Erfolg in der neuen Saison!
Steffen:
Bitte, gerne, bis bald.

Steffen Hofmann & Daniel Widner

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