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EIN SCHÖNER TAG AFRIKA

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Nachdem ich beim Eingang nach Waffen und sonstigen illegalen Dingen kontrolliert wurde, trat ich ein in die duftende, exotische Zeltstadt, die auf der Wiener Donauinsel errichtet wurde: Die 11. Afrikatage standen am Programm.

Musikstar Salif Keita und „Afrika Tage“-Veranstalter Medhat Abdelati

Kleidung, Trommeln, Schmuck, Holzschnitzereien und vieles mehr soll an den Mann, die Frau oder an das Kind verhökert werden, für meinen Geschmack etwas überteuert, aber niemand ist gezwungen, die Brieftasche zu zücken. Locker sitzt diese aber bei afrikanischen Schmankerlbuden, vor allem bei den Bierstandeln, getrunken und gegessen wird immer, so heißt es.

Betrunkene: Fehlanzeige, das Publikum, eine friedliche, angenehme afrikanisch-österreichische Mischung. Jedoch ein schwarzes Schaf, ein Wiener mittleren Alters erzählte mir augenzwinkernd, er hätte gerne nächstes Jahr einen Ku-Klux-Klan-Stand – sehr lustig. Zum Glück wird in den Vereinigten Staaten gerade ernsthaft diskutiert, die Konföderierten-Flagge zu verbieten. Ich fürchte, es bleibt bei der Diskussion, aber das ist ein ganz anderes Thema. Ein paar Kamele kreuzten meinen Weg, darauf ritten Kinder. Kurz habe ich darüber nachgedacht, meine weibliche Begleitung einzutauschen, doch in meinem Wohnzimmer ist kein Platz für Tiere dieser Größe, also habe ich den Gedanken schnell wieder verworfen.

Dr Sly & the green Souljars

Dr Sly & the green Souljars

Musikalisch verschönerte mir „Dr Sly & the green Souljars“ den Sonnenuntergang. Reggae und ein alkoholfreier Ananascocktail mit Eiswürfel, das Leben könnte schlechter sein. Und so wippte ich im Takt von Dr Sly, bis endlich der auftrat, auf den ich mich schon den ganzen Tag gefreut habe: Salif Keita, Superstar der afrikanischen Popmusik. Sein bewegtes Dasein, er wurde als Albino in Mali geboren, verpackt er genial in einer Art Traurigkeit, gepaart mit heißen, afrikanischen Rhythmen. Auf dem ganzen Areal wurde nur noch getanzt und gefeiert, die Probleme der Welt für einige Stunden vergessen.

Bis 16. August stehen die schicken Zelte der 11. Afrikatage nahe der U-Station Handelskai auf der Wiener Donauinsel.

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1 Comment

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