LEBENSART

CESAR MILLAN: Es waren einmal Hund und Mensch

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Eine Märchenstunde der besonderen Art durfte das Wiener Publikum in der Wiener Stadthalle erleben. Der aus seiner TV-Show bekannte Hundeflüsterer Cesar Millan beehrte wieder einmal die Stadt und sorgte mit seiner „Once Upon a Dog“ Tour für Begeisterung bei Hundeliebhabern.

Nachdem Cesar Millans erste Wien-Show vor drei Jahren im Vorfeld von zahlreichen Experten und Tierschutzorganisationen für dessen umstrittene Hundeerziehungspraktiken kritisiert wurde, verlief der diesjährige Auftritt ruhiger und zugleich unspektakulärer. Demonstrationen blieben aus, während Vertreter der „Initiative für gewaltfreies Hundetraining“ auch heuer die ankommenden Besucher über eine Gratis-Trainingsstunde im Austausch gegen das Eventticket informierten.

Die Show bot einen Mix aus Vorträgen und Darbietungen, als auch liebevoll illustrierten Hundeanekdoten, die in Form von Märchengeschichten mit deutschen Untertiteln über den Hallenbildschirm liefen. Diese stellten jedenfalls einen Unterhaltungsfaktor für die jüngeren Publikumsgäste dar. Der gebürtige Mexikaner wurde durchgehend von einem Dolmetscher begleitet und trug mit sporadischer Wiederholung deutschsprachige Begriffe zur allgemeinen Erheiterung bei. Das Entertainment beinhaltete den einen oder anderen politischen Wortwitz, Cesars beiläufige Bekanntgabe seiner Verlobung und einen Auftritt des Hundetrainers im Papageienkostüm, tanzend zu Beyoncé’s „Crazy in Love“.

Ein Highlight waren Bühnenauftritte einiger Hundehalter mit ihren „problematischen“ Vierbeinern, denen der Profi in aller Ruhe innerhalb von Minuten zu ausgeglichenerem Benehmen verhalf und damit zeigte, dass das Verhalten der Hunde meist die Körpersprache ihrer Halter widerspiegelt, obwohl es diesen oft nicht bewusst ist. Nichtsdestotrotz waren die demonstrierten Auffälligkeiten in ihrer Intensität nicht sonderlich gravierend und damit weniger aufregend und informativ als erwartet.

Der Hundeflüsterer, der laut eigener Aussage keiner ist, hob hervor, dass er grundsächlich nicht Hunde trainiert, sondern deren Besitzer. Er verglich die Hund-Mensch-Beziehung mit jener der Menschen untereinander und betonte, dass jede gute Beziehung auf einem Fundament aus Liebe, gegenseitigem Respekt und Vertrauen beruht. Auch sei es für ein gelungenes Miteinander unabdingbar Grenzen und Regeln zu setzen.

Der Auffassung, dass Hunde nur folgsam und zufrieden sind, wenn sie Futter und ein Zuhause bekommen, hält Cesar Millan entschlossen entgegen: Die loyalsten und problemlosesten Hunde lassen sich häufig bei obdachlosen Personen beobachten. Cesar erklärte, dass es für das Rudeltier neben dem natürlichen Bedürfnis zu überleben auch wichtig ist eine Aufgabe im Rudel zu bekommen, sich ausreichend zu bewegen und feste Rituale zu haben. Um Fehlverhalten vorzubeugen lernte das Publikum den häufigsten Fehler zu vermeiden, nämlich dem Hund die Führungsrolle zu überlassen und ihn damit zu überfordern. Millan betonte die richtige Art Hunde zu begrüßen, auf „schlechtes“ Benehmen mit Ruhe zu reagieren und stets auf die gegenseitige Erfüllung von Bedürfnissen zu achten.

Lehren wir die Hunde, oder sie uns?

Im Zuge einer kurzen Einführung in die Geschichte der Hundehaltung erklärte der Hundeprofi, der Hund verliere seine ursprüngliche Aufgabe eines Gebrauchstieres und bräuchte nun einen neuen Job an der Seite des Menschen. In einer Zeit der Ruhelosigkeit und einer Gesellschaft konstanten Drucks können uns Hunde Achtsamkeit lehren und daran erinnern, jeden Moment unseres Lebens bewusst zu genießen. Im Gegenteil zum logisch denkenden Menschen handeln Hunde instinktiv, wodurch sie unfähig sind zu lügen. Dies resultiert in einer besonderen Aufrichtigkeit und Treue, welche den Hund zu einem einzigartigen Lebewesen machen.

Der Fokus des Abends lag weniger auf der Umerziehung der Haustiere, als auf Cesar Millans Mission, den besten Freund des Menschen zu würdigen und den Wert des Hundes hervorzuheben – als wundervollen Wegbegleiter und Lehrer, der uns dabei hilft positive Werte wie gegenseitigen Respekt, Loyalität und Naturverbundenheit in ihrer reinsten Form zu leben.

Während des Auftritts ließ die Ehrung des bekannten Hundes „Daddy“ die Herzen der Hundefreunde höher schlagen. Ebenso emotional gestaltete der Hundetrainer das Ende seiner Show. Bevor er sich noch ausreichend Zeit für Selfies mit seinen Fans nahm, ließ er die Wiener mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Hause gehen und wandte sich mit einer direkten Ansprache an die Zuseher: „Tausende Hunde warten darauf adoptiert zu werden und einer davon trägt deinen Namen in seinem Herzen. Er wartet nur, bis du bereit bist.“

Obwohl Cesar Millans Märchenstunde viele wichtige Basics einer erfolgreichen Mensch-Hund-Beziehung beinhaltete, hätte sich der eine oder andere fortgeschrittene Hundeerzieher weniger Märchen, dafür mehr praxisorientierte Tipps im Umgang mit problematischem Hundeverhalten gewünscht.

Warst Du bei Cesar Millans Show in der Wiener Stadthalle? Teile uns doch deine Meinung in den Kommentaren mit! Wir sind offen für alle Erfahrungsberichte.

TIPP: Auf der Seite der von Sunny Benett geführten „Initiative für gewaltfreies Hundetraining“ können die Tickets gegen eine Gratis-Trainingsstunde eingelöst werden.
(www.gewaltfreies-hundetraining.ch)

WEBSITE: https://www.cesarsway.com/
FACEBOOK: https://www.facebook.com/cesar.millan/

CESAR MILLAN – ONCE UPON A DOG EUROPA TOUR 2017

Samstag, 18.März 2017 – Budapest, Ungarn
Dienstag, 21.März 2017 – Bukarest, Rumänien
Samstag, 25. März 2017 – Bratislava, Slowakei
Sonntag, 26.März 2017 – London, Großbritannien

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