KONZERT

HIPHOP OPEN 2015: VON GROSSER HITZE BIS ZU GROSSEN HITS

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DAS BELIEBTE FEST KEHRTE AUCH DIESES JAHR WIEDER IN DIE ALTBEWÄHRTEN MAUERN DER ARENA EIN UND SORGTE  DANK DER MITREISSENDEN LIVE-KÜNSTE DER RAPPER FÜR HÖHERE TEMPERATUREN.

Am 17.7.2015 fand zum zweiten Mal das HipHop Open Austria in Wien statt, welches mit einem wolkenfreien Himmel und strahlender Sonne einlud und einen musikalisch schönen Tag versprach. Das Wetter spielte zum Glück mit, jedoch sorgte die Mittagshitze für zurückhaltenden Zulauf, was sich natürlich nicht sehr vorteilhaft auf die Atmosphäre und die Energie der Auftritte der ersten Künstler auswirkte.

Die Ehre der Eröffnungs-Nummer kam dem Wiener Rap-Eigengewächs Joshi Mizu zuteil. Ihm folgten der junge Aussie REMI. aus Melbourne und die talentierte und ebenso hübsche chilenisch-brasilianische Sängerin Yarah Bravo.  Als vierter Artist folgte Deutsch-Rap-Talent und Wortakrobat Megaloh auf die Bühne. Er präsentierte einige Titel seines gelungenen Debut-Albums „Endlich unendlich“.

Abgelöst wurde er vom Podium anschließend von Prinz Pi’s bösem Ego Prinz Porno, welcher mit seinen typischen Ansagen wie „Du hast richtig gehört, Prinz Porno ist zurück – jetzt werden die Bitches zerstört!“ aus der Versenkung wieder auftauchte.

The Underachievers, zwei Jungs aus der Hood Brooklyns, sorgten für den ersten US-amerikanischen Beitrag des HipHop Open. Sie rappten gut und souverän ihre Tracks und zeigten, dass sie nicht umsonst von der BBC gefeiert werden und ihnen der Durchbruch vorhergesagt wird. Vom Backstage-Essen anscheinend nicht genug kriegend, traten sie zum Fußvolk und waren sich nicht zu gut, um sich ebenfalls bei den Imbissständen anzustellen, was sie volksnah und sympathisch machte. Dieses Jahr folgt noch ihr Album, auf das man gespannt sein darf.

Je mehr wir uns dem Auftritt von ASD näherten, bestehend aus den beiden Deutschrap-Veteranen Afrob und Samy Deluxe, ließ sich das Wetter überreden, ein paar Grad runterzuschalten,  um den beiden Hiphop-Größen eine angenehmere Atmosphäre zu gönnen, als es den Vorgängern erlaubt war.

Wissend, dass der Freestyle-König aus dem kühlen Norden Hamburg und sein langjähriger Kumpel aus Stuttgart kurz davor waren, die Bühne zu stürmen und so mit „ASD – das Beste, wenn es um Rap geht“ den Laden zu übernehmen, erhöhte sich Minute für Minute die Anzahl der Besucher in der Arena. Endlich nahm die Veranstaltung richtig Form an und man spürte die aufkommende Stimmung und Lust auf einen der zwei größten Gigs des Abends. Das Publikum versammelte sich vor der Tribüne und wartete gespannt auf die zwei Herren. Diese kamen mit ihrem aktuellen Hit „Blockbasta“ nach Wien.

Nicht viele der Zuhörer konnten zu den neuen Titeln mitrappen, dennoch merkte man die Begeisterung über die Anwesenheit der beiden bekannten Oldschool-Rapper. Nachdem einige Lieder vom Projekt gespielt wurden, griffen die beiden zur Trickkiste und holten alte und bewährte Stücke wie „Füchse“, „Weck mich auf“, „Grüne Brille“ und „Reimemonster“ aus dem Depot. Im Großen und Ganzen ein sehr gelungener und überzeugender Live-Auftritt, bei dem jeder auf seine Kosten kam.

Nach Verabschiedung der beiden und der lautstarken Vorankündigung des Hauptacts war die Vorfreude des Publikums in der bis zu 70% befüllten Arena spürbar groß und alle für das große Finale bereit.

Ein angenehmer Wind zog sich über das Gelände und die Sonne verabschiedete sich langsam vom Fest. Dafür wurde nach kurzem Umbau für ein spezielles Bühnenbild der heiß erwartete Line Up auf der Bühne lautstark begrüßt. Endlich war er da: A$AP Rocky.

Der dunkle Himmel passte perfekt zum schwarzen Outfit des herbeigesehnten jungen Mannes aus Harlem, der motiviert an die Sache ranging und alle „Motherfuckers“ zum Mitmachen animierte. Die Menge ging bei seinem Live-Debut in Österreich ab und zeigte ihre Begeisterung, indem sie nach jeder Nummer Beifall klatschte.

Er und seine Crew A$AP Mob spielten bekannte Tracks wie „L$D“, „Peso“ als auch „Fuckin‘Problems“ sowie „Purple Swag“, bei dem er nachfragte, wer aller im Moment einen Blunt genießt und mit ihm fliegt. Nach knapp 50 Minuten beschoss er das Publikum mit einem Goldregen aus Kanonen und beendete somit seine Show und eine weitere erfolgreiche Auflage des beliebten HipHop Open. Man darf gespannt sein, was uns nächstes Jahr erwartet.

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