COBYN

„IM JAHR 2015 IST DIE GUTE NACHRICHT GESTORBEN“

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Mit Dieter Chmelar, Guido Tartarotti, Christof Spörk und Verena Scheitz hat Gerald Fleischhacker ein Ensemble gefunden, mit dem gut zu spaßen ist. Bereits zum fünften Mal hat der ehemalige Radioreporter zu einem Jahresrückblick geladen, im wunderbaren Stadtsaal auf der Mariahilferstraße 81, gleich neben dem Generalicenter. Fünf Menschen auf der Bühne, die das sehr schwierige Jahr 2015 aus ihrer Sicht Revue passieren ließen. Nicht jeder Gag saß auf Anhieb, aber die letzten 12 Monate waren auch nicht unbedingt geeignet, um sich zwei Stunden auf die Schenkel zu klopfen und  Freudentränen aus dem Gesicht zu wischen.

2015 war sehr religiös geprägt, doch nicht immer im guten Sinn, „Allahu Akbar“, Gott ist groß, waren für Hunderte unschuldige Menschen die letzten Worte, bevor sie von wahnsinnig gewordenen Idioten massakriert und abgeschlachtet wurden, im Namen eines Gottes. Diese glauben, es warten 72 Jungfrauen in einem Himmelreich, für das sie aber sicher nicht auf einer Gästeliste stehen. Ganz ehrlich, welcher Mann mit etwas Verstand hat Lust, sich ewig mit Jungfrauen zu vergnügen. Da stimmt etwas nicht mit der Sexualität, mit der eigenen Wahrnehmung und ganz wahrscheinlich mit der Penisgröße. Aber Männer taten sich schon immer leicht, ihre Unfähigkeit auf die Frau zu projizieren. Hardcore-Religion war und ist Männersache.

© Manfred Cobyn_6213

Das war 2015 _ Ein Jahr im Rückspiegel

Gerald Fleischhacker ist Atheist und Witze über eine Religion muss diese aushalten, jedoch im Rahmen „Es soll ja nicht sein, Menschen wegen ihres Glaubens zu beleidigen“.
Begonnen hat seine Karriere als Radiosprecher irgendwo ganz klein und er arbeitete sich bis zum Sender Ö3 vor, doch nach 20 Jahren hatte er genug. Seine Frau und er packten ihr dreieinhalbjähriges Kleinkind in warme Wäsche und fuhren um die Welt. Seine Kreativwerkstatt „Die Tafelrunde“, die er mit Rudi Roubinek, Mike Bernard und Klaus Oppitz gründete, machten ihn finanziell unabhängig für das Abenteuer „Reise um die Welt“. Sie schrieben Gags für „Willkommen Österreich“ oder „Wir sind Kaiser“. Dank des Internets kann man von fast jedem Ort auf der Welt kreative Beiträge schicken und das machte er auch.
Comedians (Kabarettisten in Deutschland nennen sich so) wie Hagen Rether, Dieter Nuhr oder Michael Mittermayer bewundert er, in einem Stadion aber zu spielen, wie es Witzekönig Mario Barth tat, wär etwas zu hochgegriffen, dann schon eher Halle E der Wiener Stadthalle mit 1.400 Personen bespielen.

Manfred Cobyn/Gerald Fleischhacker

Manfred Cobyn/Gerald Fleischhacker

Kochen ist eine Leidenschaft von Gerald Fleischhacker, er ist fasziniert und inspiriert von deutschen Kochshows wie die „Küchenschlacht“, oder „Grill den Henssler“. Sein Weihnachtsmenü, das er und seine Frau 2015 zubereitet haben, liest sich wie die Speisekarte des Hotels Burj al Arab in Dubai:
Gänseleberpizza, Selleriecremesuppe, Selbstgemachte Nudeln, Seeteufel, Huhn nach Uromas Art, Rehrücken, usw…
Der Frühling 2016 ist bereits abgearbeitet und aufgezeichnet, da wäre mal der „Klub Komedy“, ein neues Format mit Ingolf Lück, eine neue Staffel von „Bist du deppert“ für Puls4. Selbst für die Fußball EM wird Humoristisches vorbereitet.
Viel zu tun also für den ehemaligen Radiosprecher und Hobbykoch, ob es gefällt, soll jeder selbst entscheiden. Komik ist Geschmacksache und er selbst bezeichnet sich als Flohzirkusdirektor, und ob die Flöhe beißen oder nicht, wird man sehen.

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