KONZERT

Killing Joke in Wien – eine tödlich gute Zeremonie

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Gitarren-Verstärkertürme mit Kerzen darauf –  mächtige Gitarrenriffs in ein mystisches Licht getaucht. Die ebenso kultigen wie okkulten Killing Joke haben in der Szene Wien den Donnerstag zur Donnersnacht gemacht.  

Die bereits 1979 gegründete britische Formation hat die 80-er und 90-er Jahre von Punk über Gothic bis hin zu Grunge subtil aber konstant mitbeeinflusst. Nach einer längeren Schaffenspause mit abenteuerlichen Umwegen – der etwas gruselige Frontman Jaz Coleman (eine schöne Mischung Severus Snape und Alice Cooper) wurde beispielsweise Komponist und Dirigent des neuseeländischen Symphonieorchesters – ist die Truppe seit Anfang der 2000-er Jahren wieder in Originalbesetzung vereint zu alter Höchstform aufgelaufen.

Punk trifft auf Gothic, Noise auf Pop und Horror auf Humor.
Nachdem der Abend mit dunklen Hits wie Love Like Blood und Autonomous Zone eröffnet war, wurde schnell klar – hier wird mehr geboten als man sich zu hoffen traute. Mit instrumenteller Präzision und theatralischer aber ebenso charmanter Bühnenpräsenz wurde man zum tanzbaren Gruseln geladen, so manch einer zum sanften Headbangen, andere zum trance-artigen Taumeln. Doch bei all der dunklen Mimik war zwischen den Songs immer noch mehr als genug Platz für ein verschmitztes Grinsen und einen gut platzierten Joke – wie zum Beispiel einen über den Brexit um dann den Song European Superstate anzukündigen. Als dann der Abend mit harten Knallern wie The Wait und Pandemonium gekrönt zu seinem Finale kam, wollte niemand zurück in die Realität aus der man eben so herrlich unsanft gerissen wurde.

www.killingjoke.com
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