BÜHNE

„MARILYN FOREVER“: Die Monroe singt jetzt in der Oper!

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Mit „Marilyn Forever“ erweckte die Volksoper am Samstag Abend die große Stilikone Marilyn Monroe im Kasino am Schwarzenbergplatz erneut zum Leben. Die Oper des englischen Komponisten Gavin Bryars ergründet musikalisch Aufstieg und Verfall jener Frau, die von allen geliebt wurde und dennoch ihr Leben lang auf der Suche nach Liebe war.

„Karriere ist etwas Herrliches, aber man kann sich in einer kalten Nacht nicht an ihr wärmen“

Marilyn Monroe

Marilyn Monroe starb in der Nacht von 5. auf 6. August 1962 in ihrem Haus am 5th Helena Drive in Brentwood/Los Angeles. In dieser Nacht erlosch der hellste Stern der Traumfabrik. Mit Marilyn, gebürtig Norma Jean Mortensen (*1926), starb der wohl größte und zugleich tragischte Star der Traumfabrik. In ihrem kurzen Leben bewältigte Marilyn eine äußerst schwierige Kindheit, um schließlich Schauspielerin zu werden und als eines der größten weiblichen Sexsymbole in die Geschichte einzugehen. Bis heute, zieht diese kindlich-verletzliche, höchst erotische Frau uns in ihren Bann. 

So auch den englischen Komponisten Gavin Bryars, der mit diesem Werk (neben Elton John: Candle in the Wind) eine musikalische Hommage an Marilyn Monroe geschaffen hat. Die Oper beginnt in eben dieser Nacht, der Letzten in Marilyns Leben. Fragmentarische Rückblenden zeigen jenes Mädchen, welches von „nettbrünett“ Norma Jean zur Vorzeigeblondine Marilyn Monroe gemacht wurde. Morten Frank Larsen schlüpft dabei in die Rollen ihrer diversen Männer, Regisseure und Geliebten. Rebecca Nelsen ist klug und versucht erst gar nicht, die große Leinwandgöttin zu imitieren, sie macht es zu ihrer eigenen Geschichte, ihrem eigenen Selbst – und das ist gut so!

Wunderschön symbolhaft ist die Bildsprache dieser Oper. Niemals zu plakativ. Filmisch werden wichtige Details in Marilyns Leben auf die Bühne projiziert: Das Meer von Santa Monica, der ewig schöne Sternenhimmel, das kultgewordene weiße Plissékleid. Ein Chor aus sechs jungen Männern (Bass und Tenor) rundet das Ensemble ab und sorgt für Gänsehaut-Momente. Zusätzlich wird das achtköpfige Kammerorchester, bestehend aus fantastischen Musikern des Volksopern-Orchesters, durch ein schickes Jazztrio ergänzt.

„Marilyn Forever“ wurde übrigens 2013 in Victoria, Canada, uraufgeführt und seither erst zwei Mal (im australischen Adelaide und in Kalifornien) nachgespielt. Die Volksoper produzierte hiermit die europäische Erstaufführung des Stücks. Für die Regie zeichnet der Wiener Christoph Zauner verantwortlich.

 

Fazit: Rebecca Nelsens Darstellung der (sterbenden) Monroe ist berührend und tröstlich zugleich. Denn als Marilyn starb, erlosch zwar ein Stern, doch dieser strahlt jetzt für immer vom Himmel. Und Rebecca Nelsen strahlt in dieser Oper ebenso hell.

Marilyn Forever!

BESETZUNG

REGIE
Christoph Zauner

DIRIGENT
Wolfram-Maria Märtig

KOSTÜME
Mareile von Stritzky

BÜHNENBILD
Jörg Brombacher

CHOREOGRAFIE
Florian Hurler

MARILYN: Rebecca Nelsen
REHEARSAL DIRECTOR/ VARIOUS MEN: Morten Frank Larsen
 CHORUS (The Tritones): Jugendchor der Volksoper Wien

VOLKSOPER

Währinger Straße 78
1090 Wien

WEBSITE: volksoper.at/produktion/marilyn-forever
FACEBOOK: facebook.com/Volksoper

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