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NOVA ROCK Tag 1: Billy mit Talent, Korn körnig wie immer

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Der erste Tag des Nova Rock in Nickelsdorf startete gleich mit prachtvollen Headlinern und schlechtem Wetter. Während die etwas kleinere Red Stage noch im Aufbau war, wurde die blau markierte Hauptbühne bereits kräftig bespielt und war trotz Dauerregens sehr gut besucht.

Den Anfang machten ab dem Nachmittag A Caustic Fate, Skillet und Breaking Benjamin. Skillet, mittlerweile auch schon zwanzig Jahre im Geschäft, heizten den Frühangereisten (einige campierten seit Mittwoch am Gelände) erstmals kräftig ein. Auch die Grunge-Töne von Breaking Benjamin wurden dankend angenommen.

Nachdem die Sonne sich mehr und mehr zurückzog, füllten sich auch die letzten leeren Plätze vor der Stage. Pucsifer, ein Musikprojekt von Maynard James Keenan, Sänger und Gründungsmitglied von Tool und A Perfect Circle, überzeugte mit elektronischen Klängen und beruhigender Stimme.

Amon Amarth war dann schon eher der Fall für echte Rock-Fans. Richtig laut, richtig harte Riffs. Die hünenhaften Death-Metal-Veteranen aus Schweden wirbelten erstmals 2016 richtig viel pannonischen Staub auf. Haare wirbelten, Gehirne wurden durchgeschüttelt, Headbangen war angesagt. Definitiv guter Stoff für so ein Festival.

Danach kam der erste Headliner des Abends zum Einsatz. Die Alternative Rocker der kanadischen Kult-Band Billy Talent waren am Start. Die vier Festival-Veteranen hauten den Fans Altes wie Neues um die Ohren und wurden dafür bejubelt. Neben den Allzeit-Klassikern aus ihrem 2006 erschienenen Megaseller Billy Talent II wurden auch Songs des im Juli erscheinenden Albums Afraid of Heights angespielt. Sänger Benjamin Kowalewicz und seine Musiker präsentierten sich spielfreudig und agierten herrlich mit den Fans vor der Bühne. Ein erstes Ausrufezeichen war gesetzt.

Doch dieses wurde deutlich kleiner, als Korn die Bühne betrat. Sänger Jonathan Davis und Bassist Fieldy waren die Ersten, die man im diesigen Licht der Bühnenbeleuchtung erkennen konnte. Ab diesem Zeitpunkt stand der erste Tag des Nova Rock ganz im Zeichen der Amerikaner. Es flogen Schwimmreifen, Bierbecher und Menschen über die Köpfe der Menschenmassen. Korn drehte richtig auf und drosch mit Fieldys rustikalem Bass-Spiel sowie den alternierend mal feinen oder mal kräftigen Gitarrensounds auf die Gehörgänge der Crowd ein. Jonathan Davis, sonst nicht immer in absoluter Spielfreude und bei anderen Auftritten oft kränklich wirkend, erwischte einen wirklich guten Tag und überzeugte mit absolut sattem Gesang. Korn performte wie in den guten alten Tagen um die Jahrtausendwende. Besonders die Rückkehr des Gitarristen Head im Jahr 2013 sorgte in der Band wieder für altbekannten Sound. Sie bespielten die Pannonia Fields mit all ihren großen Hits, angefangen von Blind über Freak on a Leash, zu Got the Life und Shoots an Ladders. Letzteres wie immer und von allen Fans gewünscht mit dem berühmten Dudelsack-Intro. Für Rock-Fans einer der schönsten Momente überhaupt, wenn sich dann zum schottischen Blasebalg noch das kräftige Schlagzeug und das herrliche körnige Gejaule von Munkys Ibanez-Gitarre dazugesellt. Eine ganz große Show und musikalisch äußerst wertvoll, was die Kalifornier ablieferten. Sicher einer der Momente am Nova Rock 2016, obwohl noch drei weitere Tage mit fantastischen Bands folgen werden.

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