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Nova Rock Tag 2: Feuer, Sonne und Amore

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Der zweite Tag des Kult-Festivals auf den Pannoniafields im Burgenland war vollgestopft mit coolen Bands, mit vom Vortag schwer gezeichneten Fans und nicht zuletzt wegen des guten Wetters jeder Menge Spaß.

Erstmals wurden alle Bühnen fleißig bespielt, und daher war es nicht immer leicht, sich für eine Band beziehungsweise für die rote oder blaue Stage zu entscheiden. Nicht zu vergessen auch der Red Bull Brandwagen, der den kleineren Acts eine durchaus attraktive Bühne bot. Bones, Bloodsucking Zombies From Outer Space, White Miles, Tesseract und Vintage Trouble übernahmen die Mittags- beziehungsweise frühe Nachmittagsunterhaltung der Frühaufsteher unter den Rock-Fans. Wer es also unter der brütend heißen Sonne nicht mehr im aufgeheizten Zelt oder Campingbus aushielt, der bekam bereits nach wenigen Stunden wieder mächtigen Rock um die Ohren gedroschen. Beide Bühnen waren im Volleinsatz, da wie dort konnte man also zombieähnliche Gestalten ausmachen, die entweder zur Musik mitwippten oder sich den Sonnenbrand vom Vortag mit einem Schläfchen auf der freien Fläche vor den Stages auffrischten. Doch spätestens gegen 16:00 Uhr war es mit dem Dämmerschlaf vorbei. Atreyu kamen auf der Red Stage zu ihrem Einsatz, und der hatte es in sich. Die Kalifornier weckten die Rocker und Trinker richtig auf, die allgemeine Partystimmung stieg merklich. Auch Skindred, Editors und Children of Bodom konnten die Crowd mehr und mehr aufrichten, das Bier floss wieder wie gewünscht, und noch bevor es dunkel wurde, war die Festivalgemeinde wieder auf Level.

Gut so, denn schließlich betraten Garbage am frühen Abend die Blue Stage. Angeführt von einer noch immer bildhübschen Shirley Manson legten sich die Edelrocker aus Wisconsin (USA) richtig ins Zeug und erklärten dem Publikum mit rotzfrechem Sound und großartigem Gesang der Frontfrau, warum sie nach über zwanzig Jahren im Business noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Unvorstellbar, dass Manson im August ihren fünfzigsten Geburtstag feiern wird. Ihre Energie und ihr Elan waren bis in die letzten Reihen zu spüren. Mit ihrem coolen schottischen Akzent nahm sie immer wieder Kontakt zum Publikum auf und versüßte damit die kurzen Pausen zwischen den Songs. Garbage ist eben eine große Nummer, kein Alteisen, Beweis geglückt.

Diesen besagten Beweis mussten direkt im Anschluss, ebenfalls auf der Blue Stage, die Veteranen von The Offspring bringen. Die Punk-Rocker von der Westküste der USA, welche bereits 1989 ihr Debutalbum pressen ließen, waren neben Wanda die Headliner des Abends. Die Truppe ist spätestens seit dem 1998er Album Americana auch in Europa legendär und immer ein Garant für tolle Stimmung und tobende Massen. Die Gründungsmitglieder Dexter Holland, Greg Kriesel und Gitarrist Noodles sind zwar optisch merklich gealtert, die Wucht ihrer Punk-Rock-Watschen erinnern aber eher an den jungen Mike Tyson. Der Ehrlichkeit wegen muss hier allerdings offen gesagt werden, dass nicht alles so gut ankam, wie es vielleicht gemeint war. Alle Songs, die nach Album Nummer sechs, Conspiracy of One, geschrieben wurden, wurden an diesem Tag im Burgenland nicht ganz so bejubelt wie die Allzeit-Klassiker. Sonderapplaus und besonders viele Crowd-Surfer gab es natürlich für Kracher wie Self Esteem, Pretty Fly und The Kids Aren’t Alright. Alles in allem war es ein wichtiges Konzert, einfach weil The Offspring es nie verlernen werden, ihre geile Musik auch live perfekt zu spielen.

Beinahe zeitgleich spielte die britische Metalcore-Band Bullet For My Valentine auf der Red Stage ebenfalls großartig auf. Erstmals wurden die Festivalbesucher vor die Qual der Wahl gestellt, und eine nicht geringe Anzahl entschied sich für BFMV. Eine würzige Ladung Metalcore und eine heiße Feuershow boten gute Konkurrenz zu dem Headliner.

Die zweite Zerreißprobe für die Fans kam gleich im Anschluss. Da hieß es dann Wanda gegen Disturbed. Keine Frage, beide Bands könnten unterschiedlicher kaum sein. Die Senkrechtstarter aus Wien sind eher dem Pop-Genre verschrieben, wohingegen Disturbed dem Heavy Metal zuzuordnen ist. Um es auf den Punkt zu bringen, die Jungs aus Chicago spielen sämtliche Akkorde, die Wanda-Chitarrista Manuel Poppe innerhalb eines Konzerts spielt, innerhalb von einem Song. Es war ein wenig wie gut gegen böse. Auf der einen Seite des Festivalgeländes überzeugte die Truppe rund um Frontmann Michael Marco Fitzthum mit dem typischen Wiener Charme und feinem Indie-Pop-Rock, auf der anderen Seite hämmerte der kahlköpfige David Draiman mit seinen Mannen auf die Gehörgänge der begeisterten Fans vor der Red Stage ein. Beide Auftritte waren mehr als solide und mit dem Prädikat „Sehenswert“ auszuzeichnen. Rockiger und somit Nova-Rockiger waren allerdings eindeutig Disturbed die auch ihren Hit „The Sound Of Silence“ im Gepäck hatten.

Weniger rockig, aber dafür enorm lustig ging es dann spätnachts zur Sache. Das Zubettgehen musste noch verschoben werden, denn die Veranstalter hatten noch ein letztes Ass für diesen Tag im Ärmel. Die EAV waren als Late-Night-Special gebucht und machten ihrem Namen Ehre. Trotz der Tatsache, dass Mastermind Thomas Spitzer in seiner Wahlheimat Kenia blieb, um die zukünftigen Ergüsse der EAV zu produzieren, legte die allgemeine Verunsicherung eine satte Show hin. Obwohl von einem alkoholreichen Tag schwer gezeichnet, waren die Fans in Massen erschienen, um sich die Geschichte vom Banküberfall oder die des armen Sandlerkönigs Eberhard anzuhören. Sonderapplaus war ihnen sicher, die EAV war zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Danach war aber wirklich Schluss, die Lichter gingen aus, jeder wankte zu seinem Zelt oder Wohnwagen, um wenigstens ein paar kühle Stunden zum Schlafen zu nutzen. Schließlich standen ja noch zwei weitere Tage des Nova Rock 2016 an.

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