SCHiCK MAGAZIN Das SCHiCKe Lifestyle Medium

16. März 2017

„DIE SCHÖNE & DAS BIEST“: Disneys märchenhafte Filmpremiere

VIP Premiere von „Die Schöne und das Biest“

Musikmanagerin und Musicalstar Marika Lichter lud zur österreichischen Filmpremiere von „Die Schöne und das Biest“ im Wiener Apollo Kino. Der schicken VIP Einladung folgte auch viel heimische Prominenz.

SCHICK* hatte die große Ehre, die langersehnte Realverfilmung des Disney Klassikers von „Die Schöne und das Biest“ bereits zwei Tage vor dem Rest des Landes sehen zu dürfen. Musicalstar und ehemalige „Madame de la Grande Bouche“, Marika Lichter, lud gemeinsam mit Cineplexx Austria aus gegebenen Anlass zu einer schicken Filmpremiere ins Apollo, mit einem Aufgebot an heimischer Prominenz. So sah man die einstige „Belle“ Caroline Vasicek mit „Herrn von Unruh“ Heinz Zuber, unseren sympathischen ESC Songcontest Vertreter Nathan Trent, Musiker Kyrre Kvam mit Töchterchen, „Miss Lilly´s Hats“ Designerin Niki Osl wie auch Sänger Daniel Serafin, Elke Winkens, Maximilian Schell Witwe Iva Schell, Fanny Altenburger, Spross von Vorstadtweib Julia Stemberger, Jungfotografin Philine Hofmann, die für und mit Jan Frankl arbeitet, Stylistin Helga List, Christian und Ekaterina Mucha und „Heute“ Society Lady Romina Colerus und Puls4 Lady Bianca Schwarzjirg, um nur einige VIP´s zu nennen.

Nachdem sich die gutgelaunten Gäste mit Popcorn und Sekt gestärkt hatten, ging es auch schon in den großen IMAX  Saal, der sich uns bis auf den letzten Platz gefüllt präsentierte. Hatten doch zusätzlich 100 glückliche HEUTE Leser Freikarten zur Filmpremiere gewonnen. Puls 4 Moderator Andi Seidl holte Grande Dame Marika Lichter samt Originaljacke von damals auf die Bühne, die dem 3D bebrillten Publikum eine amüsante Anekdote aus der Zeit erzählte, als sie im Musical von „Die Schöne und das Biest“ auf der Bühne des Wiener Raimundtheaters stand, wo auch die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals 1995 stattfand.

Das Musical selbst wurde 1994 am Broadway uraufgeführt und erzählt die märchenhafte Liebesgeschichte zwischen der emanzipierten jungen Belle und einem wegen seiner Arroganz zu einem Biest verfluchten Prinzen. Der Fluch kann jedoch nur gebrochen werden, wenn das Biest lernt, Liebe zu geben und zu empfangen. Denn wahre Schönheit komme von innen warnte ihn einst die Zauberin. Eine Rose dient als eine Art Zeituhr, denn wenn erst alle Blätter abgefallen sind, kann der Fluch nicht mehr gebrochen werden. Nach einem recht amüsanten Gewinnspiel mit Andi Seidl ging es auch schon los. Ein imposantes Meisterwerk von Regisseur Bill Condon. Eine bezaubernde Emma Watson als Belle, Kevin Kline als ihr fürsorglicher Vater Maurice, Dan Stevens als einsichtiger Prinz, Ewan McGregor als Kerzenleuchter Lumière, Luke Evans als Rüpel Gaston, Emma Thompson als Miss Potts, Josh Gad als Mitläufer LeFou, Stanley Tucci als Maestro Cadenza samt Audra McDonald als seine Madame Grande Bouche. Ein Traum von einem Cast. Die Bilder wunderschön, Kostüme und Ausstattung märchenhaft.

Nach 129 viel zu kurzen Minuten ging das Disney Märchen zu Ende und ich bemerkte so einige Tränchen in den Augen der Damen. Beim Verlassen des Kinos höre ich große Begeisterung heraus. Die Damen gehen erst einmal nach Hause weinen. So berührend schön war dieser Film. Was man auch noch mehrfach hören konnte und ich ebenso empfunden habe: das Biest gefiel fast besser als der entzauberte Prinz. Aber das ist wohl Geschmacksache und wahre Schönheit kommt ja bekanntlich von innen. Alles in allem ein wunderbarer Abend mit einer tollen Stimmung und einem Happy End.

 

Filmstart in den österreichischen Kinos: 16. März 2017

WEBSITE: www.cineplex.com

WIR VERLOSEN
5×2 Kinotickets für „Die Schöne & das Biest“

Füllt uns das Gewinnspielformular bis 28. März 2017
mit dem Betreff  „DIE SCHÖNE UND DAS BIEST“ aus.

Die Gewinner werden telefonisch verständigt!

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4. März 2017

SCHiCK im INTERVIEW mit NATHAN TRENT

Der talentierte Mister Songcontest: Die Sonne geht auf wenn man NATHAN TRENT trifft. Egal ob beruflich oder privat. Er ist ein „SUNNYBOY“ durch und durch. Ein Multi(kulti)talent, der immer höchst authentisch bleibt. Sein Geheimrezept? HUMOR, TALENT & LEBENSFREUDE! 

SCHICK traf den heimischen Vertreter des heurigen ESC SONGCONTESTS im THEATER IN DER JOSEFSTADT zum Interview. Nach einer herzlichen Begrüßung und zwei Tassen Steh-Kaffee in der hauseigenen Kantine entschieden wir uns für eine Bühnenloge. Rauch schadet nur der Stimme. Wir betraten also ehrfürchtig, wie einst, den Bühnenraum des wunderschönen JOSEFSTADTTHEATERS. Dort, wo einige Jahre zuvor NATHAN TRENT alias Nathanaele „Nash“ Koll in „FILUMENA MARTURANO-Hochzeit auf Italienisch“ den Sohn von SANDRA CERVIK mimte. Wo eigentlich, strenggenommen, alles begonnen hat. Zu dieser Zeit studierte Nathan Trent noch am MUK, der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, Studienfach Musikalisches Unterhaltungstheater. Was viele vielleicht nicht wissen: Nathan war gewissermaßen schon als Kind ein kleiner Star. Aus einer musikalischen Familie stammend (der Vater, REINHARD KOLL ist ebenfalls Musiker), stand Nathan schon in frühen Jahren auf diversen Bühnen. 2003 nahm er beim KIDDY CONTEST teil. Im Jahr 2011 erreichte er als Mitglied der Gruppe „BOYZ  II HOT“ bei der zweiten Staffel der deutschen Gesangs-Castingshow „X FACTOR“ den elften Platz. Als Sohn einer italienischen Mutter und eines österreichischen Vaters, wuchs dieser immer gut gelaunte Blondschopf zweisprachig auf. Heute spricht er fünf Sprachen perfekt. Ein Multitalent der alten Schule, als man noch singen, tanzen UND schau-spielen konnte. Eitelkeit kennt dieser Vollblutkünstler dennoch nicht. Ein Mann, der sich das Kindliche erhalten hat. Stets höflich und bescheiden. Mittlerweile ist auch sein Songcontest Lied „RUNNING ON AIR“. Ein Wohlfühlsong mit Qualität. Ein Text, der maßgeschneidert ist auf ihn. Hat er doch selbst diesen Song geschrieben und arrangiert. Wer also mehr über diesen gewinnenden jungen Künstler und seine Zukunftspläne erfahren möchte, sollte unbedingt hier weiterlesen.

© Philine Hofmann

SCHiCK: Lieber Nathan, (lieber Nash), vielen herzlichen Dank, dass du dir in all deiner gerade doch sehr arbeitsintensiven Phase die Zeit nimmst und uns ein Interview gibst. Ich habe mich für dieses Haus entschieden, da wir uns ja hier vor einigen Jahren bei der Produktion von „FILUMENA MARTURANO-Hochzeit auf Italienisch“ kennengelernt haben und wahnsinnig viel Spaß hatten. Was auch gleich meine nächste Frage aufwirft: Vermisst du die Josefstadt?
NATHAN:
Ja, es geht mir schon ab. Du weißt ja, das war sozusagen die erste außerordentliche Sache, die ich damals neben dem Studium machen durfte. Da war ich noch im ersten Jahr und es ging bis über das zweite Jahr hinaus. Das war die beste Zeit. Es war zwar nur eine sehr kleine Rolle, aber es war dennoch einfach schön, das Theater (er)leben zu dürfen. Und natürlich waren auch die Leute großartig. Es war eine ganz tolle Zeit wo ich auch sehr viel gelernt habe, alleine schon durch das Zuschauen. Ich habe ja bis vor kurzem immer noch Theater gemacht, nur konzentriere ich mich natürlich im Moment auf den Songcontest, das hat gerade absolute Priorität.

SCHiCK: Aber du möchtest die Schauspielerei jetzt nicht ganz hinten weglassen?
NATHAN:
Genau, denn meiner Meinung nach gehört ja auch alles zusammen. Aus diesem Grund habe ich auch Musical studiert. Auch wenn ich jetzt nicht nur spezifisch dieses Genre bedienen möchte, habe ich doch dieses Studium gewählt, weil ich alles lernen wollte. Weil ich als „Singer Songwriter“ bzw. als „Recording Artist“ auf alles vorbereitet sein wollte. Heißt, ich wollte tanzen können, ich wollte schauspielen können, weil das musst du ja auch. Zum Beispiel für Musikvideos oder für die Tours. Das war im Grunde genommen immer mein Ziel. Das hatte ich immer im Hintergedanken. Auch reines Sprechtheater hat mich natürlich interessiert, habe ich aber bislang nur hier (Theater in der Josefstadt) gemacht.

© Philine Hofmann

SCHiCK: Gibt es irgendein Erlebnis aus deiner Kindheit, welches dich sehr geprägt hat?
NATHAN:
Eigentlich alles, was im Theater war. Ich bin ja quasi am Theater groß geworden, mein Papa spielt ja im Orchester, meine Mutter war auch immer für alles, was mit Kultur zu tun hat. Ich wurde da sehr vertraut gemacht mit der Materie…

SCHiCK: Hineingequetscht?
NATHAN
: Nein, eben nicht gequetscht. Das ist, was viele glauben, dass mich meine Eltern da hineingedrängt haben, doch sie wollten mir nur alles ermöglichen! Das war schon eine Riesenunterstützung die ich da hatte.

SCHiCK: Aber somit war eigentlich dein musikalischer Weg vorgegeben!?
NATHAN:
Ja, ich habe mir auch eigentlich nie etwas Anderes vorgestellt. Wobei, ich hätte schon einen Plan B gehabt, das wäre „International Relations“ gewesen. Also als Übersetzer zu arbeiten, weil ich einfach Sprachen sehr gerne mag.

SCHiCK: Wie viele Sprachen sprichst du jetzt?
NATHAN:
Ich spreche fünf, wobei Französisch im Moment sehr nach hinten gefallen ist. Ich werde aber wieder mehr „Conversation Francais“ nehmen, damit ich wieder ein bisschen mehr in den Fluss komme, weil gerade für die Eurovision ist Französisch natürlich sehr wichtig.

SCHiCK: Das heißt: Deutsch, Italienisch, Spanisch, Englisch, Französisch.
NATHAN:
Ja, im Grunde die romanischen Sprachen…und die Germanische! (lacht)

SCHiCK: Welches Wort fällt dir zum Beispiel im Italienischen oder Englischen schneller ein als auf Deutsch?
NATHAN:
Viele! Aber ich muss sagen, wenn ich mich aufrege ist es instinktiv Italienisch.

SCHiCK: Italienisch ist ja eine sehr schnelle Sprache. Denkst du da dann auch schneller als im Deutschen?
NATHAN:
Ja….im Grunde schon. (lacht) Italienisch war ja auch meine erste Sprache, bzw. meine ersten Worte waren auf Italienisch. Ich habe eigentlich erst danach Deutsch gelernt. Das war auch weil meistens meine ganze Familie da war, ich war quasi belagert (lacht). Und so habe ich im Grunde den ganzen Tag Italienisch gehört. Mein Papa hat ja auch mit meiner Familie Italienisch gesprochen, so wurde eigentlich viel mehr Italienisch als Deutsch bei uns zu Hause gesprochen. Deutsch war eigentlich nur der Papa und später der Kindergarten und die Schule. Somit war dieser Einfluss eigentlich riesig. Ich habe aber ganz viele Anglizismen in meiner Sprache (lacht).

SCHiCK: Really?
NATHAN:
Yes, for sure! (es folgen ein paar sinnige und unsinnige Anglizismen). (Gelächter)

SCHiCK: Sag, wann hast du eigentlich zum ersten Mal so richtig den Songcontest wahrgenommen?
NATHAN
: Seit 2010. Da hab´ ich besonders Lena Meyer-Landrut wahrgenommen. Ich glaube, da waren damals alle im deutschsprachigen Raum total gehypt von ihr. Weil sie so jung war, so frisch und so frech und lieb. Und auch ein bisschen weg vom Schlager, komplett neu kann man sagen. Damals bin ich da ein bisschen reingerutscht und seitdem habe ich den Songcontest wirklich jedes Jahr geschaut. Ich hätte mir aber nie auch nur im Traum vorstellen können, da jemals selbst dabei zu sein.

© Philine Hofmann

SCHiCK: Wie war das, als du es erfahren hast? Was ist da in dir vorgegangen?
NATHAN:
Naja, als ich damals in die Auswahl gekommen bin, hab´ ich so hart dafür gearbeitet, Tag und Nacht. Wirklich, das kann man sich kaum vorstellen. Ich habe fünf Songs geschrieben, ich habe recherchiert, studiert: wie klingen die Songs, wie will ich, dass mein eigener Song klingt, was ist die Message. Ich habe wirklich viele Songs geschrieben und der Song, der es dann geworden ist, ist in Los Angeles entstanden. Das war somit auch meine erste „Co-Relation“ die ich hatte. Sonst habe ich die Songs ja immer selbst geschrieben und arrangiert. Das war ein komplett neues Erlebnis für mich. Und war erfrischend insofern, weil du so viel dazulernen kannst. Du musst als Künstler auch mal annehmen. Es gibt da kein Richtig oder Falsch, es gibt nur ein Gespür dafür. Aber um auf deine Frage zurückzukommen: es war so ein „Oh mein Gott, endlich!“-Gefühl. Die erste Realisierung war: „Endlich habe ich eine Nachricht nach all der harten Arbeit“. Die letzten zwei Wochen wurden damals nur nach hinten geschoben und das ganze quasi parallel, weil ich ja auch für Deutschland angetreten bin. Da war ich in der engsten Auswahl. Es war einfach eine riesengroße Erleichterung für mich.

SCHiCK: Was hättest du denn gemacht, wenn du für Deutschland genommen worden wärst?
NATHAN
: Das war ja das großartige! Beide Länder waren da irrsinnig cool und verständnisvoll. Ich habe beide Chancen wahrgenommen, war für beide Länder frei. Dann haben mich schließlich die Österreicher genommen und Deutschland hat mir gratuliert und meinte: „großartig, wir freuen uns für dich!“ Das ist wirklich alles sehr, sehr freundschaftlich abgelaufen. Was man sich als Künstler eigentlich nur erträumen kann.

SCHiCK: Ich glaub ja, dass die Österreicher viel mehr auf die Deutschen schimpfen, als die Deutschen auf die Österreicher. Dass die Deutschen oft viel loyaler zu uns sind, als wir eigentlich denken.
NATHAN:
Das kann ich nicht beurteilen, meine Erfahrung war einfach, dass von Seiten der Deutschen alles richtig professionell, fair und großzügig war. Das ist die Erfahrung, die ich mit Deutschland hatte, aber auch mit Österreich. Das waren beide Länder sehr offen, das hätte ich mir nie gedacht. Es ist aber auch untypisch, dass man bei beiden Ländern Interesse erweckt und in die enge Auswahl kommt.

SCHiCK: Wenn man halt so talentiert ist…
NATHAN
: Naja, äh, danke, aber das heißt oft nichts! Und ich wurde ja von meiner besten Freundin angemeldet in Deutschland, ich wusste erst gar nichts davon.

SCHiCK: Wie jetzt?
NATHAN:
Ja, ich wurde angemeldet! Dann habe ich irgendwann eine Mail bekommen: „sie sind einer von 33 Kandidaten!“ und ich so: „1ߧ$%#?“ Da dachte ich, dass kann nur sie gewesen sein. Dann hat sich das alles so ergeben und Österreich meinte: wir nehmen dich! Und ich hatte ja wirklich prominente Konkurrenz!

SCHiCK: Umso schöner, oder?
NATHAN
: Ja, sehr!

SCHiCK: Wo fühlst du dich denn eigentlich zu Hause? Du bist viel unterwegs, die letzte Zeit viel in LA, dann bist du ja aus Innsbruck, wohnst in Wien. Wo fühlst du dich am meisten zu Hause?
NATHAN
: Überall wo ich mich wohl fühle! Überall wo Leute sind, die mich gerne haben.

SCHiCK: Also auch hier neben mir?
NATHAN: Ja, auf jeden Fall. Aber bei meiner Familie natürlich. In Italien zum Beispiel, das ist mein persönliches zu Hause, da hab´ ich praktisch meine Kindheit verbracht. Zwar bin ich in Innsbruck groß geworden aber ich war andauernd in Italien. Es ist ein generelles „immer wieder nach Hause kommen“. Ich habe jetzt hier in Wien mein kleines, privates zu Hause aufgebaut, aber im Grunde überall wo Leute sind, die mich liebhaben und die ich lieb habe.

SCHiCK: Wenn du als Tier wiedergeboren werden würdest, welches wärst du?
NATHAN
: (überlegt lange)

SCHiCK: Lass dir ruhig Zeit….ich find das schön, beim Transkribieren ne 10 Minuten Gedankenpause zu haben (allgemeines Gelächter)
NATHAN
: Das ist eine wirklich gute Frage! Es gäbe da ein paar Phasen bzw. Situationen, wo ich jeweils ein anderes Tier wäre. Darf ich auch die „Top 5“ nennen?

SCHiCK: Machen wir die „Top 3“, ok?
NATHAN
: Ok, also ein Faultier mal auf jeden Fall! Zumindest in manchen Situationen. Das ist für mich das gechillteste Tier auf der Welt. Dann ein Löwe und dann auch etwas Schnelles! Oder besser noch, etwas Hohes, ich will ja hoch hinaus, eine Giraffe!? Mit viel Überblick über die Situation. Nein, aber das ist eigentlich falsch. Besser noch ein Adler!

SCHiCK: Was wären jetzt noch die zwei anderen gewesen, wenn wir schon bei den „Top 5“ sind?
NATHAN:
Das andere wäre noch ein Hund, weil dieser loyal und treu ist und alles positiv sieht und auch total empathisch ist. Das letzte wäre noch ein Frettchen. Ja, das ist lustig und spritzig.

SCHiCK: Gar kein Flamingo dabei? (Anmerkung der Redaktion: Nathan und ich hatten während der Filumena Produktion eine Art Lieblingstier, welches aus einem etwas politisch unkorrekten Witz entstanden ist!)
NATHAN: Das dürfen wir jetzt aber hier nicht bringen. Leider. (lacht)

SCHiCK: Wenn du eine Stadt wärst, welche wärest du?
NATHAN:
Venedig! Weil es unterschiedlich ist in den Saisonen und am Meer liegt! Und wegen des Karnevals! Das ist gerade so eine coole Frage, oh mein Gott! Weil du dort Orte findest wo irrsinnig viel Masse ist, aber auch Orte wo du komplett allein sein kannst. Es hat diesen nostalgischen „Vibe“, der trotzdem perfekt zur Gegenwart passt und inspirierend ist. Ja, bei Venedig passt alles perfekt!

SCHiCK: Wow, Venedig passt wirklich perfekt zu dir, obwohl ich ja erst an LA bei dir dachte.
NATHAN
: Früher dachte ich, es sei New York und ja, LA passt auch. Das sind somit wieder meine „Top 3“. In LA habe ich länger gelebt, länger als ich irgendwo auf Urlaub war. Los Angeles ist eine super Stadt, aber man muss auch bereit sein dafür. Man muss, ganz ehrlich, auch finanziell die Möglichkeit dort haben.

SCHiCK: Gesetzt den Fall, du hättest die finanziellen Mittel um in LA ein gutes Leben zu führen, glaubst du nicht, dass dir auf Dauer- als Europäer- die Kultur fehlen würde? Meinst du nicht, dass die Menschen oft zu oberflächlich drüben sind oder ist das auch nur ein Klischee?
NATHAN
: Ich glaube das ist ein Klischee! Es sind ja auch sehr viele Europäer in LA, oft in dritter, vierter oder fünfter Generation. Aber das wahnsinnig coole drüben ist diese Offenheit. Dort ist prinzipiell erstmal alles möglich. Es ist immer zuerst ein „Ja“ statt ein „da muss ich erst mal überlegen“. Ein „Sure, why not“. Was meiner Meinung nach aber auch die Leute dort ausmacht ist das Wetter. Das siehst du überall. Die Mentalität ist wetterabhängig, ist landschaftsabhängig. Weil du dort Meer hast, aber auch die Berge, es ist eigentlich ideal.

SCHiCK: Wie in Italien!
NATHAN:
Ganz genau! Aber auch Österreich ist ja extrem cool. Österreich hat auch die Berge und die Seen. In Innsbruck zum Beispiel: zwischen den Bergen zu wohnen und oben dann die totale Weitsicht zu haben. Super Mischung eigentlich.

SCHiCK: Bist du deshalb so ein offener, lebensfroher Mensch?
NATHAN
: Trying to be!

SCHiCK: Glaubst du an Wunder?
NATHAN
: Ja! Absolut!

SCHiCK: Welche Hoffnungen hast du, und welche hast du aufgegeben?
NATHAN:
Ich gebe prinzipiell keine Hoffnung auf! Versuche ich zumindest. Meine Einstellung ist: ich gebe mich mit nichts zufrieden. Sobald ich merke, mir wird etwas egal oder ich werde gezwungen mich mit einer Sache zufrieden zu geben, kann ich nicht mehr dafür brennen. Und so versuche ich mir die Sachen auszusuchen für die ich brenne, denn nur die kann ich wirklich gut machen. Die anderen, die ich halt erledigen muss, erledige oder ignoriere ich. (lacht) Kennste ignorieren? Nein, ohne Scherz, ich gebe keine Hoffnung auf, weil auch gerade diese Songcontest Sache hat mir ja gezeigt, egal was du dir vornimmst: es ist alles möglich!

SCHiCK: Du musst natürlich auch hart dafür arbeiten!
NATHAN
: Sowieso! Ohne Fleiß kein Preis! Aber das, was ich mache empfinde ich auch nicht als Arbeit. Es ist für mich ein verschmelzen mit der Materie. Deswegen lebe ich das! Für mich ist Arbeit u.a. zur Post zu gehen und einen Erlagschein einzuzahlen. Steuererklärung machen, das ist Arbeit!

© Philine Hofmann

SCHiCK: Uh, schnell weg von diesem Thema! Wenn du das Wort „Erfolg“ hörst, was kommt dir da so in den Sinn?
NATHAN:
Wenn ich selbst glücklich bin mit dem, was ich erreicht habe. Wenn ich mir etwas vorgenommen hab und es erreiche. Das ist für mich Erfolg! Jetzt einmal weg von finanziellen oder materiellen Dingen. UND: wenn ich es teilen kann mit meinen Leuten! Weil, wenn man Erfolg alleine hat, ist es NUR Erfolg, aber wenn du ihn mit anderen teilen kannst, dann kannst du ihn erleben. Und wenn du Leute hast, die sich für dich freuen, dieses schöne Gefühl mit dir teilen, mit dir mitfiebern, dann bekommst du Gänsehaut. Da denkst du dir „Wow, du hast Leute, die für dich da sind und sich einfach nur freuen für dich!“ Zu sagen, ich bin über meine Grenzen gegangen, ich habe alles von mir reingetan und meine es gut, ohne jegliche Negativität. Deswegen fällt es mir auch so leicht, mich für andere Leute zu freuen. Das ist dieser schöne positive Austausch, das ist für mich Erfolg! Denn wenn du Erfolg auf Negativität, auf Kompetition aufbaust, ist es für mich kein Erfolg mehr. Es ist dann auch nicht mehr authentisch. Es ist ganz generell nicht authentisch, wenn du andere Leute niedermachen musst, um dich selbst besser darzustellen. Besser durch harte Arbeit. Da arbeite ich lieber fünfmal mehr und erreiche es fair, als dass ich andere in ein schlechtes Licht rücken muss, weil ich es nicht besser kann. Das ist nicht meine Mentalität. Das wurde mir auch von Seiten meiner Familie nicht weitergegeben.

 

SCHiCK: Meine letzte Frage für heute…
NATHAN
: Oh mein Gott, schon? Es macht gerade so Spaß!

SCHiCK: Hast du Lampenfieber wenn du an den Songcontest denkst und wenn ja, wie gehst du damit um?
NATHAN:
Ich kaufe mir Windeln! (lacht) Nein, es ist im Grunde nicht beschreibbar, denn es sind ja schon allein mindestens 11.000 bis 12.000 Leute im Stadium und dann schauen ja auch noch 60 bis 200 Millionen Leute zu! Das ist zwei Mal der Superbowl! Stell dir das vor! Oh, mein Gott! Deswegen, wenn ich es nur für mich mache würde, wäre es vielleicht gar nicht so schlimm, aber ich vertrete ja ein Land! Mein Land!

SCHiCK: Ich bekomme ja schon allein bei dem Gedanken Panik!
NATHAN
: Ich muss da sagen, ich war ja letztens auch bei der Millionenshow, alleine da war es schon eine große Verantwortung, mich nicht zu blamieren.

SCHiCK: Wobei du dort zusammen mit anderen bekannten Künstlern warst. Beim Songcontest steht du ganz alleine da!
NATHAN
: Ja, da stehe ich alleine für mein Land. Und ich hoffe einfach, dass ich das Land so gut wie möglich präsentieren kann.

SCHiCK: Aber wie gehst du mit dieser Nervosität um?
NATHAN
: Ich glaube das kommt erst, wenn ich dort vor Ort sein werde. Da werden Sachen schiefgehen, da werden bei den Proben Dinge nicht funktionieren und ja, da werde ich dann nervös werden. ABER: ich habe es ja auch studiert. Ich weiß daher wie ich mich in gewissen Situationen zu verhalten habe.

SCHiCK: Und wenn zum Beispiel die Stimme angekratzt ist?
NATHAN
: Dann ist die Stimme angekratzt und ich werde das Beste daraus machen. Einfach das verwenden, was man hat.

SCHiCK: Gibt es irgendwas, was du für Geld nicht machen würdest?
NATHAN
: Ja, mich komplett nackt ausziehen. Das pack ich nicht, das brauche ich auch nicht.

SCHiCK: Wenn es jetzt aber künstlerisch verlangt wäre, zum Beispiel in einem Arthaus Film?
NATHAN
: Nein! Und nicht, weil ich schüchtern bin! Ich denke nur, es muss nicht sein. Da spielt auch sehr viel meine Erziehung mit hinein. Ich habe kein Problem damit, Haut herzuzeigen, aber komplett nackt ist für mich selber nichts. Da fühle ich mich dann „zu exposed!“ Manche Leute sehen das als Kunst, und das verstehe ich auch, aber das wäre einfach meine persönliche Grenze. Sonst gibt es eigentlich nichts, was ich nicht machen würde. Ich bin mir eigentlich für nichts zu blöd! (lacht)

SCHiCK: Allerletzte Frage: was ist nach dem Songcontest? Was sind deine Pläne?
NATHAN
: Ich würde am liebsten ein Album machen, oder eine LP.

SCHiCK: Oder ein Musical?
NATHAN
: Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich weiß noch gar nicht, wie es danach weitergeht. Ich hoffe natürlich, dass ich weiterhin das machen kann wofür ich brenne.

SCHiCK: Ja dann Danke für das feine Interview!
NATHAN
: Was? Schon zu Ende? Das ging ja urschnell! Es ist gerade so lustig und du hast so interessante Fragen! (lacht)

SCHiCK: Na gut, gibt es eine Interviewfrage, die du dir selber einmal gern gestellt hättest? Das habe ich übrigens letztens auch den Josef Hader gefragt.
NATHAN:
Cool! Ich würde mich selber fragen: „Bist du glücklich?“: JA!

SCHiCK: Wow, diese Frage hatte ich eigentlich rausgestrichen, die fand ich so lahm! (Gelächter)
NATHAN: Wow, bin ich kreativ! (lacht herzhaft) Hm, vielleicht: „Was wäre so dein Ziel als Künstler?“: Wenn ich auf Tour bin und die Leute meinen Song zurücksingen. Das wär´s!

SCHiCK: Du wirst also doch eher im Musikbusiness bleiben…
NATHAN:
Naja, ich konzentriere mich halt im Moment wirklich sehr darauf. Und wenn ich diese Sache jetzt nicht zu 100% durchziehe, hart dafür arbeite und dranbleibe,- denn so eine Chance, so eine Möglichkeit bekomme ich nicht mehr, nämlich so eine mediale, internationale Aufmerksamkeit, – dann kann ich es ja auch gleich ganz bleiben lassen. Und das bin ich nicht. Ich knie mich da 100% dahinter.

SCHiCK: Mit wem würdest du denn gerne mal zusammen singen oder spielen?
NATHAN:
Mit Drew Sarich zum Beispiel! Der ist genial! Oder mit Craig David!

SCHiCK: Somit wir bei der allerallerletzten Frage wären: Was ist „schick“ für dich?
NATHAN:
Schick ist elegant-mit Klasse -aber trotzdem frech!

SCHiCK: Und welche Musik ist „schick“?
NATHAN
: Singer Songwriter. Die find ich schick!

SCHiCK: Und welche Abschminkcreme wärst du?
NATHAN:
„Bebe young care!“ Eindeutig! (Gelächter)

SCHiCK: Und welche Speise wärst du?
NATHAN
: Ein Burrrrrrrrrrito! For sure!

SCHiCK: Schöne Sache! Jetzt machen wir aber erstmal wirklich Schluss für heute, du hast noch viel zu tun. Ich danke dir für deine Offenheit und wünsche dir alles erdenklich Liebe und Gute, beruflich wie privat, und natürlich viel Erfolg beim Songcontest!
NATHAN:
Danke dir, ich freu mich schon auf ´s nächste Interview!

© Philine Hofmann

 

Das SCHICK Magazin wünscht NATHAN TRENT weiterhin viel Erfolg!

Wer NATHAN TRENTS ESC-Song hören will, kann hier reinhören:

[su_youtube url=“https://youtu.be/SpPM1V3dqZE“ width=“1420″ height=“600″][su_youtube url=“https://youtu.be/xPU8OAjjS4k“ width=“480″][/su_youtube]

FACEBOOK: www.facebook.com/NathanTrentMusic

 

 

8. Januar 2017

Ennio Morricone & 60 Jahre Musik

Maestro Ennio Morricone, der weltbekannte Filmkomponist und Oscargewinner, kommt für vier ausgewählte Konzerte nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Wien ist eines dieser Glückstädte, die seinen zauberhaften Melodien auf seiner „60 YEARS OF MUSIC“ Tournee lauschen darf. SCHiCK ist dabei und wird berichten.

60 Jahre im Filmgeschäft und den Oscar gab es für den Soundtrack zu Quentin Tarantinos „The hateful Eight“ 2016.

Der italienische Komponist und Dirigent Ennio Morricone tourt nun mit seinen 88 Jahren um die Welt.  Alleine in den letzten zwei Jahren hat der Maestro bereits über 350.000 Zuschauer mit seinen Auftritten begeistert. In mehr als vierzig Jahren künstlerischen Schaffens schrieb Morricone über 500 Filmmusiken  für Kino und Fernsehen sowie über 100 unabhängige musikalische Werke.

Der Ausnahmekünstler wurde am 10. November 1928 in Rom geboren.  1946 erhielt Morricone sein Diplom als Trompeter und 1954 das Diplom im Fach Komposition am Conservatorio di Santa Cecilia. Seine Musik ist einer Bandbreite an Genres einzuordnen, bekannt wurde er jedoch für seine Italo-Western Musik, obwohl er „nur“ für etwa 30 solcher Filme die Filmmusik geschrieben hat. Wer kennt die Melodien zu „Spiel mir das Lied vom Tod“, „Es war einmal in Amerika“, „Für eine Handvoll Dollar“, „Die Unbestechlichen“ und „Mission“, nicht. Allein die Musik zu „Zwei glorreiche Halunken“ besetzt den zweiten Platz auf der Liste der 200 besten Soundtracks aller Zeiten.

Zahlreiche Auszeichnungen zählen zu seinen Verdiensten. Neben dem Goldenen Löwen und dem Ehren-Oscar im Jahr 2007 gewann er acht Mal den Nastro d’Argento, fünf Mal den BAFTA Award, sieben Mal den David di Donatello Award, drei Golden Globes, einen Grammy und European Film Award. Zudem wurde er fünffach für den Oscar nominiert. 2009 wurde er vom damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zum Ritter der französischen Ehrenlegion geschlagen und 2015 dirigierte Morricone eine Messe zu Ehren von Papst Franziskus.

Ennio Morricones Worte zu seiner Welttournee:

Ich fühle mich zutiefst geehrt von all der Anerkennung, die mir im letzten Jahr zu Teil wurde: all die Preise, das Lob von Kolleginnen und Kollegen, die Zeit mit Quentin Tarantino. Ganz besonders glücklich bin ich darüber, wie viele Zuschauer meine Konzerte besucht haben. Nun bin ich gespannt auf die neue Tournee und freue mich darauf, wieder live mit meiner Musik auf der Bühne zu stehen.“

SCHiCK freut sich auf einen einzigartigen Abend, der gewiss in die Geschichte eingehen wird. Einmal den „Chi Mai“ Maestro persönlich und live zu erleben ist wohl eine Sache, die auf jeder „To do“ – Liste stehen sollte.

 [su_youtube url=“https://youtu.be/Jjq6e1LJHxw“ width=“1420″ height=“600″][su_youtube url=“https://youtu.be/xPU8OAjjS4k“ width=“480″][/su_youtube]

Ennio Morricone – THE 60 YEARS OF MUSIC

08. Februar 2017
20:00 Uhr

Wiener Stadthalle/ Halle D
Dr. Roland Rainer Platz, Eingang Märzpark,
1150 WIEN
www.stadthalle.com

 

11. Dezember 2016

Milow erobert das Wiener Herz

Jonathan Vandenbroeck, kurz Milow besuchte die Wiener Gasometer Planet TT Halle. Gemeinsam mit seinem Support Kelvin Jones spielten sie sich noch weiter in die Herzen der österreichischen Fans hinein. SCHiCK war dabei und durfte sich über ein Wiedersehen nach dem letzten Interview im Sommer freuen. 

Kelvin Jones, der Schmusesänger, der schon bei James Morrison im Gasometer den Hauptact eröffnet hatte, bereitet diesmal die Zuschauer auf Milow vor. Als One Man Band stellt er sich auf die Bühne und weiß genau wie er die Zuschauer aufweckt. Der Weeknd Hit Can´t Feel my Face wird sogleich angeschlagen und die gesamte Halle scheint wie hypnotisiert den Text mitzusingen.

Endlich betritt Milow, gemeinsam mit seiner Band, die er auch mehrmals lobt und erwähnt, die Bühne. Neben Ayo Technology und You and Me werden vor allem seine Songs aus dem neuen Album „Modern HeArt“ gespielt. Ein Mix aus Pop und Soul Melodien hallen durch den Raum. Milows Background-Sängerin springt, hüpft, tanzt und bringt damit noch zusätzlich das Publikum zum Durchdrehen. Die Zuschauer sind ausser sich als Milow sich dann auch noch zweimal in die Menge begibt.

Geschrei, Gepfiffe und Mitgesinge sind bis in die letzten Reihen zu hören. Wäre da nicht eine Zuschauerin, die sich aufregt, dass mein Handy ihr die Sicht nimmt, hätte wohl auch ich mitmachen können. Ruhig biete ich ihr an sich vor mich zu stellen, jedoch werde ich trotzdem noch mit bösen Blicken in meine Schranken gewiesen. Doch wer nicht mit so etwas umgehen kann, hat auf einem Konzert nichts verloren.

Über eine Stunde lang gibt Milow sein Bestes und sein Lächeln und seine herzerwärmenden Worte lassen die Mädels um mich herum mit „AWHH“ und „OMG er ist so süß“ dahinschmachten.

In „Way up High“, verarbeitet der Sänger den Verlust und die schwierige Beziehung zu seinem Vater und als er dies anspielt, scheint die Halle richtig vertieft zu sein.

Milow versteht es das gesamte Konzert lang seine Zuhörer in einen hin- und hergerissenen Zustand zu versetzen. Mal ist es seelenruhig und alle wippen mit den Köpfen, mal springen und singen alle mit und sind Feuer und Flamme. Damit schafft es der Sänger die Emotionen aller zu kontrollieren und zu lenken. Kelvin Jones betritt ein zweites Mal die Bühne und darf gemeinsam mit Milow „Out of My Hands“ performen. In der Zugabe gibt es gleich vier Bonus-Songs und es scheint als möchte der Star gar nicht mehr gehen. Er sagt den Zuschauern, dass er vielleicht nachher zum Shop-Stand kommen wird. Womit die wenigsten rechnen – er kommt wirklich.

Endlich ist es soweit, ein SCHiCK Moment nach dem letzten Interview mit Milow. Erkennt er mich überhaupt?

Es dauert eine Ewigkeit bis ich es nach Vorne schaffe, denn er hat für jeden ein nettes Wort übrig und beantwortet alle Fragen mit großer Geduld.
Endlich bin ich an der Reihe. Lächelnd frage ich ihn: „Hey Milow ich weiss nicht ob du dich noch an mich erinnern kannst. Ich bin vom SCHiCK Magazin.“ Sofort antwortet er: „Natürlich vom Interview im Hotel Triest„. Leider ist es nur eine kurze Freude, denn eine riesengroße Menschenmenge wartet darauf ihrem Star einmal Nahe sein zu dürfen. Kurz erwähnt er, dass er schon den ganzen Tag Interviews gibt und schon sehr müde ist, dabei sieht man das Glänzen in seinen Augen und die Freude am Kontakt mit jedem einzelnen Fan. Um die Meute hinter mir und ihn nicht lange aufzuhalten halte ich mich nur kurz, doch eines kann ich mit Sicherheit sagen, das war gewiss nicht das letzte Wiedersehen mit dem extrem bodenständig wirkenden Milow. Wer den Ausnahmekünstler verpasst hat, hat noch bis zum Sommer Zeit ihn auf einem seiner Auftritte zu erwischen.

KÜNSTLER-WEBSITE: www.milow.com
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TOURDATEN:
11. Dezember 2016 Nijmegen, Niederlande
17. Dezember 2016 Antwerpen, Belgien
18. Dezember  2016 Leuven, Belgien
26. April 2017 Bremen, Deutschland
28. April 2017 Hamburg, Deutschland
29. April 2017 Dortmund, Deutschland
01. Mai  2017 Stuttgart, Deutschland
02. Mai 2017 Nuremberg, Deutschland
03. Mai  2017 Mannheim, Deutschland
05. Mai  2017 Berlin, Deutschland
06. Mai  2017 Leipzig, Deutschland
07. Mai  2017 Frankfurt Am Main, Deutschland
08. Mai  2017 Saarbrücken, Deutschland
10. Mai 2017 Bolzano Bz, Italien
04. Juni 2017 Gmunden, Österreich
21. Juli  2017 Rosenheim, Deutschland

21. November 2016

Malia verführt Wien

Malia, die malawische Ausnahmekünstlerin aus London beehrte Wien im Rahmen ihrer Tour. Mit dabei hatte die sensible Sängerin mit Tiefgang ihr neues Album „Malawi Blues/Nijra“, das stark durch ihre Wurzeln geprägt ist. SCHiCK war vor Ort und hat sich von ihrer sinnlichen Stimme verführen lassen. 

Es ist Sonntag Abend und das Porgy und Bess hat zu einem besonderen Event geladen. Malia, die Jazzqueen der Neuzeit steht auf dem Plan. Warum Sie diesen Titel verdient ist ganz einfach, weil diese starke Frau es schon bei ihrem ersten Ton schafft, dass den Zuschauern der Atem stockt.

Nachdem ihre Band, ihre Plätze eingenommen hat, betritt die zierliche Künstlerin leichtfüßig und vor allem barfüßig die Bühne. Gekleidet in einem bunten Sommerkleid, das mit  Federn an einem  Ärmel geschmückt ist, erinnern ihre anmutigen Bewegungen an eine Blume, die vom Wind getragen wird.

Kichernd, lachend und von Freude beflügelt setzt die sorglos wirkende Malia zu ihrem ersten Lied an. Bei Nina Simones Klassiker „I put a spell on you“ scheint der gesamte Saal in eine tiefe Melancholie getaucht worden zu sein. Die schwermütig wirkende jedoch starke Stimme geht unter die Haut und kein Auge kann sich von ihr abwenden. Eine Stille existiert nicht, denn auch die Pausen werden mit den Tönen der Nuss-Kastagnetten, der Percussion-Instrumente, des Pianos und dem Kontrabass befüllt. Nostalgische Anekdoten und verstohlene Blicke zu ihrem großartigen Ensemble bilden das gewohnte Bühnenbild einer intimen Jazz-Vorstellung.

Sieht man in ihre Augen, kann man einen Schmerz erkennen, den sie dann auch ohne Scham, vor ihrem Publikum nicht verbergen kann. Beim Gedanken an ihre Schwester und ihrer Mutter rollen schon die ersten Tränen und bringen sogar mich selbst fast zum Weinen. Weiß man, was diese Frau erlebt hat, kann man sich noch mehr ihrer Trauer anschließen. Vor einigen Jahren wurde diese Powerfrau mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert, jedoch scheint ihr dieses Schicksal nicht die Lebensfreude zu nehmen, mit der sie ihre Fans fesselt. Akzeptanz und Kraft scheinen ihr Markenzeichen zu sein.

Mit ihrer atemberaubenden Stimme stimmt sie einen Song nach dem anderen an. Sei es nun Nina Simone, Peggy Lee, Louis Armstrong oder ihre eigenen Hits, alle sind zu 200% auf sie abgestimmt und tragen ihre eigene, ganz besondere Note. Sie wechselt gekonnt von  Englisch in Chipadzuwa und Chichewa und schafft es, dass trotz exotisch wirkenden Worten, die harmonischen Klänge ins Blut übergehen und das Herz erwärmen.

Die Zuhörer sind außer sich, kriegen nicht genug von ihr. Gleich zwei Zugaben sind ihr Geschenk an Wien, bevor sie sich zurückzieht. Damit nicht genug, denn danach mischt sich das großartige und bodenständige  Soul-Jazz-Blues Team unter die Zuschauer und hat für jeden Interessierten ein nettes Wort übrig.

SCHiCK ist so dermaßen begeistert von dieser Performance und kann nur jedem raten Malia eine Chance zu geben eure  Seele und Ohren zu erobern. Wer sie verpasst hat, kann sie noch im Rahmen ihrer weiteren Tour erwischen.

MALIA
KÜNSTLER WEBSITE: www.jazzecho.de/malia
FB: www.facebook.com/pg/MaliasMusic

TOURDATEN

Zürich, Moods im Schiffsbau

10. November 2016

Justin Bieber im goldenen Käfig

Am 8. November ging das heiß ersehnte Event des Jahres über die Bühne: kein geringerer als der kanadische „Prince of Pop“ Justin Bieber beehrte Wien. Hunderte Mädchen und Jungs fanden sich in der Wiener Stadthalle ein, um ihrem Pop-Idol zu zeigen, dass auch sie laut schreien können. SCHiCK war dabei. 

Es ist 19:30 Uhr und die erste Vorband MiC Lowry greift zu den Instrumenten. Doch wo sind die Zuschauer? Die warten noch zu Hunderten draussen vor der abgesperrten, nach einer Baustelle aussehenden Stadthalle auf den Einlass. Schafft es der hartgesottene Fan endlich vom Märzpark in die Halle, trennen nur noch volle Garderoben das Bieberherz vom eigentlichen Hauptact.
Pünktlich zur zweiten Vorband The Knocks um 20:00 Uhr hat sich schon der Großteil in der großen Halle versammelt. Autotunes und eher unscheinbar wirkende Musiker versuchen die Menge auf den Frauenschwarm vorzubereiten. Der voll ausverkaufte Saal besteht aus stehenden, kreischenden Mädchen, Frauen, Jungs und sogar Männern mit guten Ausreden. Wer sich da nach vorne kämpfen will, sollte sich warm anziehen, denn diese Fans lassen nicht mal ihre Oma vor.

Endlich ist es soweit Justin Bieber, der Schwarm und Liebling von Millionen betritt die Bühne im gläsernen Würfel. milan-amini_justinbieberdsc_7396Geschrei, Tränen und die Musik übertönen fast die Stimme des Protagonisten. Während die Musik einsetzt, schreibt dieser jedoch seelenruhig die Worte „Mark my Wordz“ „Peace“ und „Love“ auf die Scheiben seines Glas-Gefängnisses. Jetzt sollte Zuschauer nur noch spiegelverkehrt lesen können. Beim dritten Song gibt es eine Zugabe, doch dieses Mal ist es ein goldener Käfig, der ihn von der Bühne abschottet, und somit lässt er viel Spielraum offen für Interpretationen.

Eine Lichtershow  in US Manier, wie in Vegas lässt den Atem stocken. milan-amini_justinbieberdsc_7687Nur gut, dass die blinkenden Lichtlein, die Pyrotechnik und  die Lasershow keinen epileptischen Anfall bei irgendwem ausgelöst haben, zumindest nicht unseres Wissens nach. Beeindruckend sind auch die schwebenden Bühnen, die zig Tänzer und die schwebenden Artisten um Justin. Während sich seine Tänzer austoben, räkeln, sporteln  und tanzen scheint der etwas angeschlagene und melancholisch wirkende Bieber nicht so ganz auf der Höhe zu sein. Das Mikro zwar in der Hand aber nicht vor dem Mund haltend scheint er die Texte im Kopf mitzusingen, nur schade, dass Fan nicht Gedanken lesen kann.

Dann ist es soweit,  um sich von den Tanzstrapazen zu erholen, setzt der Schuckel sich mit seiner Akustikgitarre auf eine rote Couch auf der Bühne und trällert diesmal live „Cold Water“ , ein Song in dem er singt:

Everybody gets high sometimes, you know
What else can we do when we’re feeling low?
So take a deep breath and let it go
You shouldn’t be drowning on your own,..

Um ehrlich zu sein wirken dann seine Umarmungen und Danksagungen an seine Mitwirkenden doch sehrmilan-amini_justinbieberdsc_7707 herzergreifend und charmant. Jeder Tänzer, Backgroundsänger und die Kinder die für einen seiner Tracks performen bekommen ein nettes Wort und ein Küsschen hier und dort. Ausser dem Geschrei der Mädels in den ersten Reihen, das von dem Artisten eher gleichgültig wahrgenommen wird, scheint die Aufregung von Reihe zu Reihe abzunehmen. In den letzten Reihen sieht man nur noch gähnende Gesichter und die ersten Zuseher verabschieden sich mit den Worten: „Ich schlaf gleich ein“ vom „good boy tryn to be bad“.

Nach ungefähr einer Stunde Getanze, sind erst einmal 20 Minuten Pause angesagt.

Auf einer Hebebühne zeigt das Musikgenie dann in der zweiten Hälfte, warum er diesen Titel verdient. milan-amini_justinbieberdsc_7861Er legt eine grandiose Schlagzeugshow hin und die Menge scheint langsam aufzutauen. Mit einer kleinen Fragen und Antwort-Runde bringt der schüchtern und eher zurückhaltend wirkende Justin, die Herzen der Mädls in der ersten Reihe zum Schmelzen. Auf die Frage warum er das alles tut antwortet er, weil er seinen „purpose“ lebt, herumreisen kann, schon laaanggeee langgeee auf Tour ist, jede Nacht andere Gesichter sieht und weil es einfach „awesome“ ist. Dieses Wort scheint wohl an diesem Abend noch einige Male zu fallen. Mit einer eher traurigen Stimme antwortet er dann auf die Frage einer Kleinen ob er glücklich ist mit „Ja sehr“. Danach folgen einige Worte zur Purpose Tour. Sein Versuch der Menge zu erklären, dass jeder Mensch einen Platz im Leben hat und man alles daran setzen sollte es zu erreichen, scheint dann doch eher wir ein Versuch zu wirken sich selbst zu überzeugen. Damit läuft dann auch schon sein Song „purpose“.

Das weltweit gewohnte Geschrei der Mädchen beschränkt sich dann nur noch auf seine Aufrufe und mit „Sorry“ milan-amini_justinbieberdsc_7832verabschiedet sich dann der süße Justin von seinen supertollen Fans in der Zugabe. Ein Wasserfall und echter Hallenregen lassen die Bühne in eine Wasserschlacht verwandeln und völlig durchnässt, gibt Bieber seinen Beliebers noch ein letztes Mal die Ehre, bevor er in der Versenkung verschwindet.

Alles in Allem eine beeindruckende Tanz– und Lichter- Show. Leider gesanglich ein wenig schwach, jedoch schön all jene Mega-erfolgreichen Tracks einmal live zu hören. Die Motivationslosigkeit des Künstlers hat jedoch in mir Mitleid gegenüber diesem armen 22-jährigen Jungen ausgelöst, der seit seiner Kindheit im Rampenlicht steht und völlig überfordert zu sein scheint von dem riesen Tumult, der um ihn gemacht wird. SCHiCK ist trotzdem von seiner Kraft, diesem Druck standzuhalten begeistert und wünscht ihm noch viel Kraft auf seiner noch laaaaaangen Tour. Wer ihn in Wien verpasst hat, kann ihn noch bis zum 24. April auf seiner Welt-Tournee  erwischen.

Justin Bieber 

KÜNSTLER-WEBSITE: www.justinbiebermusic.com
Justin Bieber @ FB: www.facebook.com/JustinBieber

TOURDATEN
11. November Krakau, Polen
12. November Tschechische Republik
14. November Hamburg, Deutschland
16. November Frankfurt am Main, Deutschland
17. November Zürich, Schweiz
19. November Bologna, Italien
20. November Metropolitan City of Bologna, Italien
22. November Barcelona, Spanien
23. November Madrid, Spanien
25. November Lisbon, Portugal
28. November London, Vereinigtes Königreich
29. November London, Vereinigtes Königreich
31. Dezember Miami Beach, FL, Vereinigte Staaten
15. Februar Guadalupe, NL, Mexiko
18. Februar Mexico City, Mexiko
19. Februar Mexico City, Mexiko
06. März Perth WA, Australien
10. März Docklands VIC, Australia
13. März Milton QLD, Australien
15. März Sydney Olympic Park NSW, Australien
18. März Auckland, Neuseeland
23. März Santiago Metropolitan Region, Ñuñoa, Chile
01. April São Paulo, State of São Paulo, Brasilien
02. April São Paulo, State of São Paulo, Brasilien
08. April Ecuador
15. April Punta Cana, Dominikanische Republik
18. April San Juan, Puerto Rico
21. April Panama City, Panama
24. April San José Province, San José, Costa Rica

 

18. September 2016

Nickelback kamen, spielten und waren jeden Cent wert

Am 15. September war es soweit, das lang erwartete Nickelback-Konzert ging in der Wiener Stadthalle wie ein Tornado über die Bühne. Die Band rund um Chad Kroeger spielte, zupfte und brachte die Fans zum Mitsingen und Kreischen. 

20:45 Uhr Ortszeit, das Publikum ist sichtlich von Monster Truck, der Vorband, aufgeheizt und wartet sehnsüchtig auf die kanadischen Superstars. Endlich ist es soweit: Chad Kroeger (Leadgitarre), Mike Kroeger (Bassgitarre), Ryan Peake (Gitarre) und Daniel Adair (Schlagzeug) betreten die Bühne. Mit Trinkbechern, die laut Chad mit Alkohol gefüllt sind, prosten sie den Zuschauern zu und beginnen mit der zuvor versprochenen Rock Party.

Schon 2015 plante die Band einen Wien-Gig, jedoch wurde dieser aufgrund der Erkrankung von Chad Kroeger abgesagt. Diese Tatsache wird auch während der Show vom Leadgitarristen aufgegriffen, da dieser behauptet, dass er sicher danach Ärger von seinem Arzt kriegen werde, weil er seine Stimme zu sehr beansprucht. Mit diesen Worten greift die Band wieder zu ihren Bechern und trinkt mit den Worten „Prost“ einen riesen Schluck und ruft der Menge noch zusätzlich „Das ist gut“ zu. Bei „Photograph“ werden alte Bilder auf den riesen Leinwänden gezeigt, wobei der Zuseher den US-amerikanischen Einfluss nicht so ganz übersehen kann. Es sind Bilder einer ganzen Ära, wobei die Kriege und Fehler der Vergangenheit bis zur Gegenwart aufgezeigt werden.

Spätestens bei „I like your pants around you“ können sich die weiblichen Fans nicht mehr zurückhalten. Chad hält das Mikro einer Zuhörerin hin, und diese schreit aus voller Seele hinein, woraufhin dieser meint: „Oh wow, du hast ja eine Stimme wie eine Opernsängerin“. Doch damit ist nicht Schluss, das Geschrei und Gekreische der Frauen nimmt kein Ende, woraufhin Chad sagt, dass jetzt alle mitsingen oder -grölen dürfen. Es folgt das Lied „What are you waiting for“.

milan-amini_schick-magazindsc_3128Das Publikum kann sich nicht mehr einkriegen, als „Rockstar“ eingespielt wird. Zwei weibliche Freiwillige werden auf die Bühne gebeten und dürfen „Karaoke“ singen. Lachend und endglücklich über diese Chance bewegen sich die beiden Mädels auf der Bühne, als gehörten sie zur Band. Die Überraschung auf Chads Gesicht ist nicht zu übersehen. Er sagt zu den Mädchen, dass er das Bühnenkonzept kurzfristig geändert habe und dass sie jetzt beim Singen dem gutaussehenden Gitarristen Ryan Peake das Hemd langsam aufknöpfen dürfen. Dieser hält seine Gitarre aus Angst vor dieser Tat an seine Brust und rettet sich somit vor einem öffentlichen Striptease. Nach der weiblichen Performance bedankt sich der Sänger bei den Zweien mit den Worten, dass sie eine gute Karaoke-Show geliefert hätten. Danach folgt eine kleine Led Zeppelin- und AC/DC- Coverrunde, wobei jedes Mal geprostet wird, bevor der nächste Song an der Reihe ist.milan-amini_schick-magazindsc_3078 Laut Chad eine Hommage an lustige Karaokenächte, für die er bei seinen Konzerten immer übt.

Bei „Gotta be somebody“ merkt man sichtlich, wie alle mit den Köpfen hin und her wippen und das Gänsehautfeeling, das mit Chads und Ryans Stimme zusammenhängt, breitet sich wie ein Lauffeuer aus. Es folgen „Someday“, „Far Away“, „Hero“ und zu guter Letzt das heiß ersehnte „How you remind me“, wobei das unglaubliche Lichtspektakel diese Hits noch zusätzlich in Szene setzt.

Jung und Alt können es nicht fassen, als kurz vor 22:30 Uhr die Lichter ausgehen. Das Publikum tobt, und das Geräusch von stampfenden Füßen auf den Tribünen wird immer lauter. Und tatsächlich, die Kanadier geben eine Zugabe. Gitarrist Ryan singt zunächst alleine „Too bad“, bis beim zweiten Song auch Chad hinzukommt.  Nach drei Zugabe-Songs geht ein unvergessliches Rock-Konzert der Superlative zu Ende. Fazit ist, dass alle Songs, die Nickelback einen internationalen Bekanntheitsstatus beschert haben, gespielt wurden, ohne Rücksicht auf die rauchige, sexy, beanspruchte  Stimme der zwei Gitarristen.

WEBSITE KÜNSTLER: www.nickelback.com
NICKELBACK @ FB: 
www.facebook.com/Nickelback

TOURDATEN
21. September Warschau/Polen
23. September München/Deutschland
24. September Hamburg/ Deutschland
26. September Berlin/Deutschland
27. September Köln/Deutschland
29. September 
Luxemburg/Luxemburg
02. Oktober Mannheim/Deutschland
03. Oktober Amsterdam/Niederlande
09. Oktober Dublin/Irland
10. Oktober Belfast/GB
12. Oktober Nottingham/GB
14. Oktober Birmingham/GB
15. Oktober Sheffield/GB
17. Oktober London/GB
19. Oktober Manchester/GB
20. Oktober London/GB
22. Oktober Liverpool/GB
24. Oktober Glasgow/GB
25. Oktober Newcastle/GB

16. September 2016

STEEL PANTHER, DIE LETZTE BASTION DES HAIR METAL

Filed under: KONZERT,MUSIK,PARTY,SCHICK,SCHICKERIA,VERANSTALTUNGEN,WIEN — Schlagwörter: , , , — Markus Höller @ 09:00

Der Sunset Strip, Gitarren und viel Haar. Ein oft belächeltes, aber zu seiner Zeit immens kraftvolles und erfolgreiches Genre wie Glam Metal (Hair Metal, Sleaze Metal) wäre wohl heute nicht mehr gefragt. Dennoch halten Steel Panther aus Kalifornien das Banner der 80er hoch.

Als Mitte der 80er mit Mötley Crüe, Dokken, W.A.S.P., Bon Jovi und vielen weiteren Bands plötzlich Heavy Metal-Combos aufpoppten, die nicht mehr – wie noch in den 70ern – wie in Teppiche gekleidete Mystiker oder mit Glitzer bedeckte Altrocker aussahen, war die Verwirrung unter Musikfans erst groß, dann die Begeisterung umso größer. Junge, hungrige und tätowierte Musiker mit großteils extrem hohem technischen Anspruch, poppigen Hooks und theatralisch hohem (Chor)Gesang legten größten Wert auf entsprechendes Auftreten und stolzierten mit engen Hosen, Makeup und auftoupierten Haaren wie androgyne Turborockstars auf den Bühnen. Sehr zur Freude von pubertierenden Mädchen und den Plattenlabels, die mit ihren teils verhaltensoriginellen, auf jeden Fall aber fast immer randvoll mit Alk und Drogen abgefüllten Stars bis zum jähen Ende durch Grunge eine Spitzenzeit hatten. Poison, Cinderella, Warrant, aber auch auf europäischer Seite Europe und Def Leppard feierten hier fröhliche Urständ, was die letzte große Zeit der Rock’n’Roll-Dekadenz betrifft. Man darf nicht vergessen, dass auch Guns n Roses mal so angefangen haben. Und heute? Bon Jovi sind eine Altherrenband, Mötley Crüe zelebrieren gerade tränenreich ihren Abschied für immer, und vom Rest sind nur noch wenige traurige Reunion-Reste übrig. Hair Metal ist also tot. Oder?

Nein, denn es gibt seit mittlerweile auch schon 2008 eine kalifornische Band namens Steel Panther, die in klassischer Viererbesetzung die gute alte Zeit von Spandex, Nietengürteln, flauschigen Mähnen und natürlich jeder Menge anzüglicher Texte mit fetten Metal-Riffs wieder aufleben lässt. Lexxi Foxx (Bass), Stix Zadinia (Drums), Satchel (Gitarre) und Frontmann Michael Starr lassen schon bei ihren Künstlernamen keinen Zweifel aufkommen: hier haben wir astreine Wiedergänger von Mötley Crüe & Co. Praktisch kein Klischee – man merkt es schon an den Namen – wird ausgelassen, das authentische Styling und Songtitel wie „Death to all but Metal“, „17 Girls in a Row“ oder „Gloryhole“ lassen keinen Zweifel aufkommen, worum es hauptsächlich geht: Party, Sex und Drogen. Und Sex. Griffige Hooks, Riffs und auch Schmonzetten wie „Community Property“ dürfen da nicht fehlen. Wirklich überzeugend präsentieren die vier Musiker hier eine Art von Parodie, die aber trotzdem nie peinlich, sondern immer treu verbunden zu den Fans der Musik und den großen Stars von damals ist.

Denn musikalisch sind die Herren mehr als kompetent. Mit einem Altersschnitt von weit mehr als Vierzig können alle Mitglieder auf lange Karrieren im professionellen Musikumfeld der USA verweisen und beherrschen Instrumente, Stimmen und auch die Bühne auf höchstem Niveau. Dazu beschränken sie sich nicht wie andere Showbands auf Coverversionen, sondern schreiben ihr eigenes Material, natürlich ganz im 80er-Stil, und haben es so auf auch schon vier Studioalben gebracht. Stetiges Touren, oft auch als Vorgruppe „echter“ Metalbands von damals, hat ihnen eine große Fanbase eingebracht. Am 26. September im Gasometer kann sich jeder, der in den 80ern noch zu jung war, davon überzeugen, wie das so war. Und alle, die damals schon mit Jogging High und Nietengürtel herumgelaufen sind, werden sich umso mehr freuen!

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steelpantherrocks.com
facebook.com/steelpanther

WIR VERLOSEN 2×2 KARTEN FÜR DAS KONZERT VON „STEEL PANTHER“ AM 26.09.2016.
(GEWINNSPIEL ABGELAUFEN)

Füllt uns das Gewinnspielformular bis zum 24.09.2016
mit dem Betreff „STEEL PANTHER“ aus.

Die Gewinner werden telefonisch verständigt!

TEILNAHMEBEDINGUNGEN

1. GEWINNSPIELFORMULAR AUSFÜLLEN

 

Fehler: Kontaktformular wurde nicht gefunden.

2.) DIESEN BEITRAG LIKEN & TEILEN

3.) NEWSLETTERANMELDUNG PER E-MAIL BESTÄTIGEN

Das SCHiCK-Magazin-Team wünscht viel Glück!

22. Mai 2016

Nelly kam, sah, rappte, brach Herzen und eilte davon

Es ist Wochenende und fast 2 Uhr morgens, der Rap-Gott der 90er, Cornell Iral Haynes Jr. aka Nelly bringt, das bis oben hin vollgefüllte Wiener Bollwerk mit seiner HipHop-Gruppe St. Lunatics im Rahmen seiner „The FIX“ Tour zum Beben. Kreischende junge Mädls, motivierte männliche Tanzkanonen und schwer zu bändigende Fans, die den Securitys entwischen, sind nur ein Teil des Nelly-Schauspiels. SCHiCK hat sich ins Getümmel geworfen, um Erinnerungen an eine grandiose Musikära wieder aufleben zu lassen.

Aufgestylt, motiviert und aufgeregt öffnen sich für uns um ca. 21:00 Uhr Ortszeit die Tore zum allseits bekannten Bollwerk. Was wir nicht wussten, dass uns noch ca. fünf Stunden Wartezeit mit unserer One way-Karte bevorsteht. Wozu den Club verlassen, wenn es doch alles hat, was das Party-Herz begehrt. Eine Pizza-Lounge, 3 Dancefloors (Soul, Dance, Hüttengaudi Musik) und Bars, soweit das Auge reicht. Da bleibt Gast nichts anderes übrig, als sich dem Druck hinzugeben und eine Pizza zu verdrücken oder ein, zwei, drei, zehn.. Getränke, um sich die Zeit totzuschlagen. Die Auftrittsprognose lautet, dass der amerikanische Superstar um ein Uhr die Bühne einweihen wird. Bis es soweit ist, darf  man sich unter anderem an Musik von Princetime Dj Halim im Hauptfloor oder Dj Sam the Kid im Soul Club erfreuen. Ob smoothe R´n´B Töne oder rhythmische Dancefloor Beats, für jeden Geschmack scheint es die richtige Musik zu geben.

Die Stimmung spitzt sich zu, um Mitternacht versuchen schon die ersten Fans,  ihren perfekten Platz für die kommende Show zu ergattern. Endlich ist es soweit, der hochgelegene DJ Pult verwandelt sich in ein Lichtspektakel der Sonderklasse. Passend zu den Tönen fühlt sich Gast wie in eine fremde Welt hineingezogen, was auch vielleicht mit dem Alkohol oder den langen Stehzeiten in Verbindung stehen könnte. Vier Mädchen aus dem Publikum entwischen den Securitys und legen eine Tanzshow ab, die kurzzeitig einige Lacher zur Folge hat, denn die Aufpasser sind sofort zur Stelle und begleiten diese, wie in einer Komödie, wieder zu ihren Plätzen. Danach folgen noch einige andere Stars in spe, die allesamt die aufgeheizte Stimmung abkühlen.

45 Minuten nach der kleinen Lichtershow betritt Nelly endlich das Rampenlicht. Eine kleine Bühne trennt den Superstar von den scheinbar tausenden, meist weiblichen Händen. Ein muskulöser, etwas reifer wirkender Nelly mit dem gewohnten Bling-Bling, den wir schon aus seinen Videos kennen, legt ohne Einleitung los. Begleitet wird er von seinen zwei St. Lunatics : Ali Jones und Lavell Webb ( City Spud). St. Lunatics for life scheint der Gruppe ins Blut übergegangen zu sein, denn riesengroß steht der Name auf dem Arm von Ali. Werbung in eigener Sache darf natürlich nicht fehlen, denn Nelly’s Label Derrty Entertainment ziert cool sein weißes Shirt.  © Milan Amini / SCHiCK Magazin

Wer schon einmal ein Konzert in einem Club besucht hat, wird sich den Komplikationen bewusst sein, die sich einem dort entgegenstellen. Überall verschwitzte Menschen, der Protagonist ist nicht richtig zu hören, und die Boxen sind zu überlaut eingestellt, nur um einige Punkte zu nennen. Trotzdem stellt Nelly seine zwei Rap-Buddies der tobenden Menge vor und versucht, wenn auch teilweise von der Musik übertönt, sein Bestes zu geben. Bei „Dilemma“ wird die Musik eher von Publikumsgeschrei ersetzt, und spätestens da ist Frau hin und weg von seinem Lächeln, denn er kann seine Freude über das Mitgesinge nicht verbergen. Immer wieder geht der Star zum Publikum, greift nach den ausgestreckten Händen und versucht, in die Kamera zu blicken für eventuelle Selfies. Bei einem seiner Tracks, das von Selfies handelt, wird gleich mal das Handy eines Fans geschnappt und abwechselnd von jedem in der Gruppe gefilmt. Bei „Hot in Herre“ blitzt plötzlich kurzzeitig sein allseits bekannter Sixpack auf. „Ride wit me“ lässt alle Herzen dahinschmelzen, „Hey Porsche“  die Hüften kreisen und Rihannas „Work, work, work“ hinterlässt fragende Gesichter.  Nach ca. 40 Minuten tanzen, wackeln und schmachten war er dann auch schon weg, unser Mr. Derrty Mo. Doch war alles „Just a Dream“? Wohl kaum, denn dieses Lied wurde ausgelassen, was auch vielleicht seine Vorteile hatte, da ihn sowieso niemand hätte singen hören können und es unpassend zum Clubfeeling gewesen wäre.

Somit neigt sich ein anstrengender Abend dem Ende zu, was bleibt, ist das Gefühl, einmal dem Star meiner Schulzeit ganz nah gewesen zu sein, bei Dilemma seine Hand gehalten  und ein halbes Selfie geschossen zu haben. Wer den charmanten Rapper hier in Wien verpasst hat, kann ihm auf seiner „The FIX“-Tour nachfahren und ihn noch erwischen, bevor er wieder in den Staaten verschwindet.

www.nelly.net

München, Deutschland 

 Neu-Isenburg, Deutschland

Stockholm, Schweden 

Glasgow, UK 

Newcastle Upon Tyne, UK 

London, UK

Norwich, UK 

Dublin, Irland 

Dublin, Irland 

Norwich, UK

 Oxford, UK 

 

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