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SCHiCKe Konzerte: David Garrett & Die Seer in Wien

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Am Wochenende hatte ich die Möglichkeit gleich zwei Konzerte zu besuchen, zum einen David Garrett in der Wiener Stadthalle, zum anderen die SEER im Museumsquartier. Beide sehr unterschiedlich. Während der eine sich durch die Musikgeschichte geigte, bestachen die SEER mit einem herrlichen Potpourri von sinnlicher Weihnachtsmusik bis hin zu feiner, rockiger Volksmusik.

David Garrett hat sich für eine runde, sich drehende Bühne entschieden, mitten in der Stadthalle, um so, besser gesehen zu werden, doch meistens sah man nur seinen Rücken, egal wo man saß. Sein Programm war schön durchdacht, von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Prince, Michael Jackson, Django Reinhardt bis hin zu vielen Eigenkompositionen spielte er sich in die Herzen der meisten Zuschauer. Mein Herz hat normal gepocht, er hat mich nicht wirklich begeistert, doch ich bin kein Maßstab und schließlich gibt ihm der Erfolg recht und darum geht`s, auch um Kohle. Ich gönn ihm das Geld, eine so erfolgreiche Karriere kommt nicht von ungefähr, er musste jahrelang arbeiten und üben.

Gespickt hat er seine Show mit dem deutschen Fernsehballett, Damen in Lack und Leder purzelten etwas peinlich wie Hüpfdohlen über die Bühne, wie man es von Erotikmessen kennt und das männliche Publikum zückte verzückt ihr fotografierendes Telefon um jede Bewegung der leicht bekleideten einzufangen. Apropos Telefon, in der Pause, nutzten es viele Zuseher, um mehr oder weniger wichtige Botschaften in die Welt zu schicken. 20 Minuten Pause sind etwas kurz um Nahrung und Getränke auszufassen und dabei auch noch sinnloses in sozialen Netzwerken auszutauschen. Eine Frau neben mir gönnte sich einen Hot Dog mit Senf und Ketchup, sie merkte nicht, dass sie ihren rechten Zeigefinger in die auslaufende Tomatensauce tunkte, und wischte damit auf ihrem Smartphone herum, „Verdammte Scheiße“, jammerte sie, mein Mitleid hielt sich sehr in Grenzen und ich grinste schadenfroh.

David Garrett fiedelte brav auf seiner Stradivari die Show ab, die Menge tobte bei „Neh Na Na Na“ und flippte vollkommen aus, als er „Purple Rain“ intonierte. Man kann sagen was man will, der Crossover-Geiger beherrscht sein Instrument, aber auch sein Publikum.

Das Gebotene: gar nicht so schlecht!

Einen Tag später standen die SEER auf dem Programm, sie spielten im Museumsquartier. Kurz vor der Show durfte ich die acht Musiker Backstage treffen. Interessant zu sehen, wie unterschiedlich sie sich vorbereiteten, eine gewisse Nervosität lag in der Luft. Doch kaum auf der Bühne war diese wie weggeflogen. Freddy Jaklitsch hat die Alpine-Rock-Combo vor 20 Jahren gegründet und sehr gute Musiker und Sängerinnen um sich gescharrt.

Das Konzert war von der ersten Minute an sensationell, sie boten nicht nur wirklich besinnliche Weihnachtslieder, sondern auch Alpen-Austro-Rock vom feinsten. Ich habe selten so ein begeistertes Publikum erlebt. Sängerin Sabine „Sassy“ Holzinger ist mit einer begnadeten Stimme gesegnet, die sie sehr gekonnt einsetzte und dafür mit Standing Ovations belohnt wurde, zu Recht. Freddy Jaklitsch entpuppte sich als hervorragender Entertainer und weiß, wie man Fans bei Laune hält, die sich vor Begeisterung nicht nur die Schenkel klopften. Ich kenne viele Austropopper, die sich ständig beschweren, da sie angeblich nicht im Radio gespielt werden, doch das Prädikat Austro ist nicht automatisch Qualität. Diese muss man sich erarbeiten, gebratene Tauben fliegen nicht einfach so, in den Mund der Sehnsüchtigen. Die SEER haben es in den letzten zwei Jahrzehnten mit harter Arbeit geschafft, durch ihre Musik zu überzeugen und sich eine große Fangemeinde gesichert und ich gehöre auch dazu.

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